Sonntag, 18. Februar 2018

Dividendenwachstum der Woche – Applied Materials verdoppelt Dividende


In der vergangenen Woche erhöhten 38 Unternehmen die Dividende. Die stärkste Dividendenerhöhung kam dabei von dem weltweit größten Semiconductor Equipment Hersteller, Applied Materials (NASDAQ:AMAT).

Aktien mit Dividenden Wachstum in der KW 07, 2018 - Quelle: Eigene Recherchen

Das Unternehmen verdoppelte die laufende Quartalsdividende auf 20 US-Cents je Aktie. AMAT verzeichnet aktuell eine starke Nachfrage nach Flachbildschirmen und elektronischen Chips. 

Von der Bewertung gesehen wirkt Applied noch relativ günstig mit einem erwarteten KGV von 12,51. Man muss aber bedenken, dass es sich hier um ein sehr zyklisches Unternehmen handelt. 

Applied Materials ist auch ein guter Dividendenzahler, auch wenn die Rendite aktuell noch gering ausfällt. Das liegt aber daran, dass der Free Cashflow steig in Aktienrückkäufe investiert wurde. Das Unternehmen kommt auf 5 stetige Dividendenerhöhungen bis im Jahr 2015 die Dividende gleich blieb.

Günstig wirkt auch das biopharmazeutische Unternehmen Abbvie (NYSE:ABBV). Das Unternehmen ist aus der Abspaltung von Abott Laboratoires zu Abott und Abbvie im Jahr 2013 entstanden. 

Abbvie gehört auch zu den Unternehmen, die aktuell ein zweistelliges Gewinnwachstum für die nächsten Jahre erwarten lassen. Abbie zählt mit 6 stetigen Dividendenerhöhungen zu den Dividenden Challengern.

Als letzte gute Werte fallen Western Union (NYSE:WU) und T. Rowe Price (NYSE:TROW) auf. Western Union musste im Jahr 2014 eine Null-Runde beim Dividendenwachstum geben. Zuvor erhöhte der Zahlungsdienstleister 8 Jahre stetig die Dividende.

Besser managte der Asset Manager T. Rowe Price seine Dividendenzahlungen. Insgesamt wurde 31 Jahre lang stetig die Dividende erhöht. Trotz Gegenwind von passiven Vermögensverwaltern wie Blackrock (NYSE:BLK), profitiert T. Rowe aktuell von der guten Lage an den Finanzmärkten.

Insgesamt gab es 13 Unternehmen die aktuell noch ein erwartetes KGV von weniger als 15 haben. Hier ist die List mit den Werten:

Quelle: Eigene Recherchen, Finviz.com


Weitere große Unternehmen mit langer Dividenden Wachstumshistorie und guten Renditen sind aktuell Cisco Systems (NDAQ:CSCO) und Coca Cola (NYSE:KO). 

Freitag, 16. Februar 2018

Kraft Heinz – Schwache Zahlen drängen ein Engagement nicht auf

Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz (NYSE:KHC), aktuell der fünftgrößte Lebensmittel- und Getränkekonzern der Welt, meldete heute Zahlen für das Schlussquartal 2017.

Zusammengefasst verfehlte der Konzern die Umsatz- und Gewinnerwartungen. Trotz planmäßiger Fortschritte bei den Kostensenkungs- und Integrationsprozessen, bietet der Ausblick wenig Salz in der Suppe. Auch konnte der CEO, Bernardo Hees, keine nennenswerten Übernahmen im vergangenen Quartal verkünden, die das Unternehmen als Teil der Strategie auf ein neues Level bringen sollte.

Zum Hintergrund des Konzerns

Kraft Heinz ist aus der Fusion zwischen Kraft Foods und Heinz im Jahr 2015 entstanden. Die treibenden Kräfte hinter der Transaktion waren damals die bekannte Investmentgesellschaft 3G Capital und Berkshire Hathaway.

Die brasilianische 3G Capital hatte sich in der Vergangenheit durch größere Deals wie den Zusammenschluss von Anheuser Bush und InBev zu AB Inbev (NYSE:BUD) sowie Burger King und Tim Hortons zu Restaurant Brands International (NYSE:QSR) einen Namen gemacht. Markant ist der auf Kostensenkungen und Akquisitionen fokussierte Investmentstil.

Heute veröffentlichte Kraft Heinz die Quartalszahlen für das Schlussquartal Q4/2017. Dies sind die wesentlichen Highlights:

Q4/2017
- Organisches Umsatzwachstum von -0,6%
- Adjustiertes EBITDA +3,2% (währungsbereinigt +4%)
- Bereinigtes EPS -1,1%

Gesamtjahr 2017
- Organisches Umsatzwachstum von -1%
- Adjustiertes EBITDA + 2,3%
- Bereinigtes EPS +6,6%

Für das Jahr 2018 erwartet der Konzern ein profitables, organisches Umsatzwachstum. Die CAPEX sollen um weitere USD 170 Millionen reduziert werden, von USD 1,2 Milliarden auf USD 850 Millionen. Das bereinigte EBITDA lag bei rund USD 8 Milliarden im Gesamtjahr 2017.

Wie das Management urteilte:
"Mit unserer globalen Präsenz und finanziellen Stärke, denke ich, werden wir weiterhin Möglichkeiten schaffen, unser Portfolio zu erweitern", sagte Bernhard Hees, CEO von Kraft Heinz.

Quelle: Quartalsbericht Kraft Heinz Q4/2017, Seite 10

Quelle: Quartalsbericht Kraft Heinz Q4/2017, Seite 11

Der Druck einer großen Übernahme steigt

Trotz seiner langfristigen Schulden von USD 28,3 Milliarden ist Kraft Heinz weiter auf der Suche nach großen Übernahmezielen. Dabei steigt der Druck mit mangelnden Erfolgen.
Das letzte große Übernahmeangebot an Unilever im Wert USD 143 Milliarden wurde im letzten Jahr aufgrund von großen Widerständen zurückgezogen. Das Unternehmen bekleckerte sich damals nicht gerade mit Ruhm und zeigte damit, wie undurchdacht die Übernahmepläne eigentlich waren.

Seit der letzten Attacke werden stetig neue Zielunternehmen in der Finanzpresse genannt. Ganz oben auf der Liste stehen die bekannten großen Player wie Danone, General Mills, Colgate, Mondelez, Kellogg oder Clorox.

Bisher blieb Kraft Heinz aber eher zögerlich im Übernahmekarussell. Vielmehr konzentrierte man sich auf eine strikte Umsetzung der Kostensenkungsziele, was primär auch richtig ist. Hier kommt das Management gut voran und konnte die Einsparungen auf USD 1,7 Milliarden steigern. Problematisch kann jedoch die mangelnde Fähigkeit gesehen werden, aus Produktinnovationen ein organisches Wachstum zu zaubern.

Machen weitere gigantische Übernahmen überhaupt Sinn?

Hat man Vertrauen in die Strategie von 3G Capital, so macht eine Übernahme durchaus Sinn, sofern sie diszipliniert durchgeführt wird. Dass diese Vorgehensweise funktioniert, hat 3G schließlich schon bei AB Inbev eindrucksvoll bewiesen.

Rechnet man mit Synergien von 10% des Jahresumsatzes des zu übernehmenden Unternehmens, so wären es bei Unilever über 5 Milliarden gewesen. Allein das zeigt, wie groß das Potenzial einer Übernahme wäre.

Steigende Zinsen mahnen Anleger zur Vorsicht

Man sollte jedoch nicht vergessen, dass in einer Phase von steigenden Zinsen, die Nervosität gegenüber Aktien mit hohem Verschuldungsgrad sehr groß ist. So kam es auch bei AB Inbev zu einem überproportionalen Ausverkauf während der Finanzkrise. Wer Vertrauen und den Mut besaß, wurde gut belohnt: Der Kurs verzehnfachte sich.

Bei Kraft-Heinz sollte man jedenfalls erst einmal abwarten was sich hier konkretisiert. Die Zahlen waren nicht überwältigend. Ein flacher Umsatz, fehlende Produktinnovationen, eine hohe Verschuldung und ambitionierte Bewertung machen die Aktie aktuell nicht attraktiv. Zudem leiden viele Unternehmen aus dem Konsumgüterbereich unter einem schwachen Gesamtmarkt. Der Sektor bleibt jedoch aus Value Gesichtspunkten interessant.

Sonntag, 26. November 2017

Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind? Ein Gastartikel von Alexander Kelm

Heute gebe ich einen talentierten Value-Investing Blogger, Alexander Kelm, die Möglichkeit hier zu publizieren. 

Alexander schreibt für den Blog Value Investing Chronicle, in dem vieles über die großen Value Investoren wie Benjamin Graham, Warren Buffett, Charlie Munger, Joel Greenblatt, Mohnish Pabrai und Philip Fisher zu lesen ist. Besucht einfach mal den Blog.

Der heutige Artikel ist etwas mehr auf eure Interessen, den Dividenden und Wachstum, zugeschnitten. Es geht um die Thematik, warum Dividenden für Langfrist-Anleger so wichtig sind und welche Wirkungen der "Cost Average Effect" auf das Portfolio hat.


Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind?

Die meisten Anleger konzentrieren sich auf den Preis einer Aktie. Sie hoffen die Aktie günstig zu kaufen und wenn sie steigt mit einer hohen Marge wieder zu verkaufen.

Das solltest du erst gar nicht versuchen. Der Grund: Du bist nicht in der Lage, eine bestimmte Aktie auf lange Sicht an den Finanzmärkten mit Gewinn zu verkaufen. Das ist Spekulation und kein Investieren. Dafür solltest du dich lieber mehr mit den Dividendenausschüttungen der Firmen beschäftigen. Dividendenzahlungen realisieren dir ein passives Einkommen, das du jeder Zeit behalten oder in neue Aktien reinvestieren kannst.

Was sind überhaupt Dividendenzahlungen? Einfach gesagt, sind es ein Teil der erwirtschaften Gewinne eines Unternehmens, die an die Aktionäre jährlich oder quartalsweise pro Aktie aus- geschüttet werden. Zum Beispiel, wenn eine Dividende 50 Cent beträgt und du 100 Aktien besitzt, dann erhältst du 50 Euro Dividende. Wenn du 1.000 Aktien besitzt, erhältst du 500 Euro und so weiter.

Ein Einkommen fürs Leben

Momentan zahlen alle Unternehmen des S&P 500 ungefähr eine durchschnittliche Dividende von 2% an die Aktionäre aus. Einige der Firma in diesem Index zahlen höhere Dividenden, andere wiederrum keine. Darum liegt der Durchschnitt etwa bei 2%.

Wenn du ein Aktienportfolio von einer Million Euro hättest und dieses Portfolio spiegelt alle Unternehmen des S&P 500 wider, dann würdest du pro Jahr ein Einkommen von 20.000 Euro nur durch diese Aktien generieren. Das ist nicht schlecht, oder?

Mit der Zeit investieren vor allem Rentner in Dividendenaktien. Sie begünstigen am meisten die langweiligen Aktien mit überdurchschnittlichen Dividenden, wie zum Beispiel die Versorgungsunternehmen, Banken und Arzneimittelhersteller.

Für den Altersanleger sind die Dividendenzahlungen ein wichtiger Bestandteil seines Einkommens. Reinvestierte Dividenden und Anleihezinszahlungen sorgen dafür, dass sich ein gut geführtes Portfolio etwa alle zehn Jahre verdoppelt. Alle verdienten Euros werden reinvestiert und wachsen für dich weiter.

Automatisierter Vermögensaufbau

In der Zwischenzeit automatisiert sich der Cost Average Effect, den du benötigst, um das Investment-Spiel auf lange Sicht zu gewinnen.

Unternehmen können und werden Dividendenzahlungen kürzen, aber viele Blue-Chip-Firmen sind ziemlich stolz darauf, ihre Dividende jahrzehntelang ohne Unterbrechung gehalten und sogar stetig gesteigert zu haben.

Die Macht der Dividenden zu verstehen, gibt dir auf zwei Arten einen Vorsprung vor dem kurzfristigen Anleger. Du gerätst weniger in Panik, wenn eine Dividendenaktie im Nennwert fällt. Schließlich ist ein niedrigerer Preis eine Chance, mehr dividendenzahlende Aktien für weniger Geld zu bekommen.

Darüber hinaus dürfte sich der aktive Händler auf neue Unternehmen konzentrieren, die überhaupt keine Dividenden zahlen. Das ist einer der Gründe, warum die Blue Chips weitaus weniger volatil sind. Es gibt weniger heißes Geld, um sie zu jagen.

Für ein Rentenportfolio ist die Jagd nach Rendite Zeitverschwendung und ein sehr hohes Risiko. Betrachte stattdessen, wer seine Dividenden stetig zahlt, der lässt auch dein Portfolio stetig gedeihen. 

Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind? Ein Gastartikel von Alexander Kelm, Autor und Blogger von VALUE INVESTING CHRONICLE.

Donnerstag, 6. April 2017

Wikifolio Quartalsentwicklung Q1/2017

Das erste Quartal des Jahres 2017 startete erfreulich. So konnte der Dow Jones in den ersten drei Monaten um 4,55% zulegen während der S&P 500 einen Wertzuwachs von 5,53% aufwies. Der auf Wachstumswerte spezialisierte Nasdaq Composite konnte das erste Quartal mit fast 10% Performance beenden.

Quartalsentwicklung der Leitindices und EUR/USD;
Quelle: Googlefinance

Zinsen steigen, USD Aufwertungsdruck ebbt ab


Gegenwind kam etwas von der Währungsseite. Im ersten Quartal verlor der Dollar im Währungspaar zum Euro rund 1,31%. Der Dollar scheint damit in seiner Aufwertungsphase gegenüber dem Euro etwas an Stärke zu verlieren und schloss das Quartal bei 1,0644.

In Amerika steigen die Zinsen und Inflationserwartungen leicht an, die Zinswende ist bereits eingeleitet. Europa hinkt der ganzen Entwicklung auf volkswirtschaftlicher Sicht etwas hinterher. Mittelfristig tendieren die Märkte dazu stabil zu verlaufen.

Unternehmensbewertungen ambitioniert


Die Bewertungen der Unternehmen an den Aktienmärkten sind nach wie vor hoch. Nahezu wöchentlich werden neue Allzeit-Hochs erreicht.

Das Shiller-KGV liegt mittlerweile bei fast 30. Dieser Wert lag nur zwei Mal höher in der historischen Aufzeichnung der Börsenbewertungen: 1929 und 1999. Diese Entwicklung kann auch als Warnzeichen verstanden werden.

Das hohe Bewertungsniveau ist auch ein Ausdruck der Niedrigzins-Ära sowie des Quantitative Easing. Ein langsamer Ausstieg aus der Null-Zinspolitik sollte das Niveau wieder auf ein historisch erträgliches Level bringen. Dabei müssen die Aktienkurse nicht zwingend nach unten korrigieren.

Inflation und Wachstum, welche im Moment im niedrigen einstelligen Bereich die Volkswirtschaften anfeuern, könnten mittelfristig die Bewertungen wieder relativieren und etwas Luft aus dem Markt nehmen.

Wie sich die Wikifolios entwickelten


Beide Wikifolios konnten sich relativ gut der gesamten Marktentwicklung anpassen. So generierte das Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ eine Performance im ersten Quartal von 2,21%. Die Gesamtperformance seit Auflegung beträgt 66,3%.

Das Wikifolio-Indexzertifikat „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ erhöhte sich im Wert um 2,43% für die ersten drei Monate des Jahres 2017. Die Gesamtperformance seit Auflegung beträgt hier 58,63%.

FraSee Wikifolios; Quelle: Wikifolio.com


Käufe im letzten Quartal Q1/2017:

Im ersten Quartal habe ich wieder relativ wenige Aktien gekauft und war stärker auf der Verkäufer Seite. Hierbei habe ich lediglich für das Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ ein paar neue Positionen aufgemacht. Die Cash-Quoten liegen nach wie vor zwischen 20 und 30 Prozent.

Einen Überblick über die Kaufaktivitäten findet ihr hier:

Werte durch Aktienrückkäufe
- Check Point Software Technologies
- Gilead Sciences
- Lear
- Assurant

Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum
Keine Käufe im ersten Quartal

Dienstag, 3. Januar 2017

Quartalsbrief zum Q4/2016: FraSee Wikifolios Dividendenwachstum und Aktienrückkäufe

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen.

Das Jahr 2016 verlief trotz des schlechtesten Jahresstarts aller Zeiten recht positiv. Die anfänglichen Kursverluste konnten im Jahresverlauf wettgemacht werden, sodass am Jahresende ein gutes Kursplus zu Buche stand.

Explizit konnte der Dow Jones im Jahr 2016 einen Wertzuwachs von 12,58% verzeichnen. Der größere S&P 500 und der Nasdaq Composite konnten ebenfalls mit 8,63% bzw. 6,62% eine positive Jahresperformance generieren.

Auch der US Dollar legte weiter zu. Seit Jahresanfang stieg der Dollar gegenüber dem Euro um weitere 4,29%. Der Dollar schloss schließlich das Jahr mit einer Tauschparität von 1,0522.


Jahresperformance Dow Jones, Nasdaq Composite und S&P 500;
Quelle: Googlefinance 


Ebenfalls von dem positiven Umfeld profitieren konnten die beiden Wikifolios „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ und „Werte durch Aktienrückkäufe“.

So konnte das Portfolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ 8,9% zulegen. Die Wertentwicklung des Wikifolios  „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ war mit 8,71% ebenbürtig.



FraSee Wikifolios vom 3. Januar 2017;
Quelle: Wikifolio.com

Donald Trump wird Präsident – Was nun?


Im vierten Quartal war die Präsidentschaftswahl in Amerika das dominierende Thema. Trotz Prognosen für die demokratische Hillary Clinton, konnte der Republikaner Donald Trump die Kandidatur für sich gewinnen.

Die Märke mussten sich darauf erst einmal neu einstellen. Es ist schwer den Immobilienunternehmer zu interpretieren, weil er so viele widersprüchliche Aussagen zu seiner Politik gemacht hat. Geht man von dem Szenario der Umsetzung seiner Wahlkampfparolen sowie der republikanischen Ausrichtung aus, so könnte ein eher nationaler Kurs mit einer stärkeren Förderung der Binnenwirtschaft das Thema sein.

Der Außenhandel könnte gebremst werden. Der Handel mit dem Ausland, insbesondere mit China, war jedoch in den letzten 30 Jahren einer der dominierenden Wohlfahrtstreiber für die USA. Eine 

Rückabwicklung oder ein Stillstand im Ausbau bestehender Handelsbeziehungen bedeutet nicht der sofortige Eintritt ins Schlaraffenland, wie es von Trump vorgegaukelt wird, sondern wird ein harter Anpassungsprozess.

Die ersten ökonomischen Zeichen der Trump Politik kann man schon jetzt an den Börsen interpretieren. Die Zinsen steigen in Erwartung auf eine steigende Inflation und der Dollar verbessert sich weiter gegenüber dem Euro. Die Aktienkurse erreichten zudem ein neues Allzeithoch.

Mit oder ohne Trump: Die Auswirkungen des Präsidenten auf die wirtschaftliche Entwicklung werden sich in Grenzen halten. Politische Börse haben immer noch sehr kurze Beine.

Was im Wikifolio geschah


Ende Oktober 2016 habe ich die McKesson Position im Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“  aufgestockt. Der Pharmahändler erlebte nach schlechter als erwarteten Quartalszahlen einen Ausverkauf. Das Management passte ihre aktuelle Prognose von 7-11% Gewinnwachstum auf -1 bis 3% an. Aktuell wird das Unternehmen mit einen 11-12 KGV gehandelt.

Auch der dänische Insulinhersteller Novo Nordisk musste seine mittelfristige Wachstumsplanung überarbeiten und kürzte den Wachstumsausblick um die Hälfte.

Novo ist aktuell mit einem 14-15 KGV bewertet. Ich hatte bereits früher schon eine Position für das Wikifolio „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ eröffnet. Diese ist noch zweistellig im Plus. Sollte nächstes Jahr wieder eine Zwischendividende gezahlt werden, wie in diesem Jahr zum ersten Mal, so könnte man fast an die 4% Rendite herankommen.

Die Marktposition ist aktuell stark. Novo Nordisk ist heute mit rund 50% Marktanteil immer noch der dominierende Player im wachsenden Insulingeschäft.

Die Aktie hatte seit Jahresanfang rund 40% an Wert verloren. Den letzten Kursrücksetzer im Oktober habe ich nun genutzt um jetzt auch eine erste Position für das Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ aufzumachen.

Im Wikifolio „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ habe ich den Ausverkauf des Pharmahändlers CVS Health genutzt um eine erste Position aufzumachen. 

In der Vergangenheit war mir das Unternehmen, das mittlerweile über 12 Jahre stetig die Dividende erhöht hat, zu teuer gemessen am Wachstum. 

Jetzt ist genau das eingetreten wovor ich häufiger warne: Hohe Bewertungen kommen schnell auf ein solides Niveau zurück wenn Wachstumsaussichten korrigiert oder angepasst werden.

So war es auch bei CVS Health geschehen. Das Unternehmen ist ausschließlich in den USA tätig und konkurriert mit Webewerbern wie Walgreens Boots Alliance, die auch im Wikifolio enthalten sind und bereits eine gute Performance abliefern konnten.

Am 8.11 wurde die bisherige Prognose von USD 4,92 – 5.00 auf USD 4,84 – 4,90 gesenkt. Auch in 2017 wird die Prognose unter der von Analysten mit USD 5,77 – 5,93 vom Management prognostiziert. Analysten lagen bei USD 6,53. Als Trostpflaster wurde ein 15 Milliarden schweres Aktienrückkaufprogramm beschlossen.

Aktuell wird CVS mit einem 16er KGV gehandelt. Für ein Unternehmen das zweistellig wächst ist das in Ordnung. In den nächsten Jahren könnte das Kurs-Gewinn-Verhältnis nahe der 10er Marke herankommen. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 2,32% und könnte mit einer Dividendenerhöhung über2,5% liegen. Seit Jahresanfang hat die Aktie rund 25% an Wert eingebüßt.

Käufe im letzten Quartal Q4/2016:


Werte durch Aktienrückkäufe
- GameStop
- Novo Nordisk
- Gilead Sciences

Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum
- CVS Health

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