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Freitag, 16. Februar 2018

Kraft Heinz – Schwache Zahlen drängen ein Engagement nicht auf

Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz (NYSE:KHC), aktuell der fünftgrößte Lebensmittel- und Getränkekonzern der Welt, meldete heute Zahlen für das Schlussquartal 2017.

Zusammengefasst verfehlte der Konzern die Umsatz- und Gewinnerwartungen. Trotz planmäßiger Fortschritte bei den Kostensenkungs- und Integrationsprozessen, bietet der Ausblick wenig Salz in der Suppe. Auch konnte der CEO, Bernardo Hees, keine nennenswerten Übernahmen im vergangenen Quartal verkünden, die das Unternehmen als Teil der Strategie auf ein neues Level bringen sollte.

Zum Hintergrund des Konzerns

Kraft Heinz ist aus der Fusion zwischen Kraft Foods und Heinz im Jahr 2015 entstanden. Die treibenden Kräfte hinter der Transaktion waren damals die bekannte Investmentgesellschaft 3G Capital und Berkshire Hathaway.

Die brasilianische 3G Capital hatte sich in der Vergangenheit durch größere Deals wie den Zusammenschluss von Anheuser Bush und InBev zu AB Inbev (NYSE:BUD) sowie Burger King und Tim Hortons zu Restaurant Brands International (NYSE:QSR) einen Namen gemacht. Markant ist der auf Kostensenkungen und Akquisitionen fokussierte Investmentstil.

Heute veröffentlichte Kraft Heinz die Quartalszahlen für das Schlussquartal Q4/2017. Dies sind die wesentlichen Highlights:

Q4/2017
- Organisches Umsatzwachstum von -0,6%
- Adjustiertes EBITDA +3,2% (währungsbereinigt +4%)
- Bereinigtes EPS -1,1%

Gesamtjahr 2017
- Organisches Umsatzwachstum von -1%
- Adjustiertes EBITDA + 2,3%
- Bereinigtes EPS +6,6%

Für das Jahr 2018 erwartet der Konzern ein profitables, organisches Umsatzwachstum. Die CAPEX sollen um weitere USD 170 Millionen reduziert werden, von USD 1,2 Milliarden auf USD 850 Millionen. Das bereinigte EBITDA lag bei rund USD 8 Milliarden im Gesamtjahr 2017.

Wie das Management urteilte:
"Mit unserer globalen Präsenz und finanziellen Stärke, denke ich, werden wir weiterhin Möglichkeiten schaffen, unser Portfolio zu erweitern", sagte Bernhard Hees, CEO von Kraft Heinz.

Quelle: Quartalsbericht Kraft Heinz Q4/2017, Seite 10

Quelle: Quartalsbericht Kraft Heinz Q4/2017, Seite 11

Der Druck einer großen Übernahme steigt

Trotz seiner langfristigen Schulden von USD 28,3 Milliarden ist Kraft Heinz weiter auf der Suche nach großen Übernahmezielen. Dabei steigt der Druck mit mangelnden Erfolgen.
Das letzte große Übernahmeangebot an Unilever im Wert USD 143 Milliarden wurde im letzten Jahr aufgrund von großen Widerständen zurückgezogen. Das Unternehmen bekleckerte sich damals nicht gerade mit Ruhm und zeigte damit, wie undurchdacht die Übernahmepläne eigentlich waren.

Seit der letzten Attacke werden stetig neue Zielunternehmen in der Finanzpresse genannt. Ganz oben auf der Liste stehen die bekannten großen Player wie Danone, General Mills, Colgate, Mondelez, Kellogg oder Clorox.

Bisher blieb Kraft Heinz aber eher zögerlich im Übernahmekarussell. Vielmehr konzentrierte man sich auf eine strikte Umsetzung der Kostensenkungsziele, was primär auch richtig ist. Hier kommt das Management gut voran und konnte die Einsparungen auf USD 1,7 Milliarden steigern. Problematisch kann jedoch die mangelnde Fähigkeit gesehen werden, aus Produktinnovationen ein organisches Wachstum zu zaubern.

Machen weitere gigantische Übernahmen überhaupt Sinn?

Hat man Vertrauen in die Strategie von 3G Capital, so macht eine Übernahme durchaus Sinn, sofern sie diszipliniert durchgeführt wird. Dass diese Vorgehensweise funktioniert, hat 3G schließlich schon bei AB Inbev eindrucksvoll bewiesen.

Rechnet man mit Synergien von 10% des Jahresumsatzes des zu übernehmenden Unternehmens, so wären es bei Unilever über 5 Milliarden gewesen. Allein das zeigt, wie groß das Potenzial einer Übernahme wäre.

Steigende Zinsen mahnen Anleger zur Vorsicht

Man sollte jedoch nicht vergessen, dass in einer Phase von steigenden Zinsen, die Nervosität gegenüber Aktien mit hohem Verschuldungsgrad sehr groß ist. So kam es auch bei AB Inbev zu einem überproportionalen Ausverkauf während der Finanzkrise. Wer Vertrauen und den Mut besaß, wurde gut belohnt: Der Kurs verzehnfachte sich.

Bei Kraft-Heinz sollte man jedenfalls erst einmal abwarten was sich hier konkretisiert. Die Zahlen waren nicht überwältigend. Ein flacher Umsatz, fehlende Produktinnovationen, eine hohe Verschuldung und ambitionierte Bewertung machen die Aktie aktuell nicht attraktiv. Zudem leiden viele Unternehmen aus dem Konsumgüterbereich unter einem schwachen Gesamtmarkt. Der Sektor bleibt jedoch aus Value Gesichtspunkten interessant.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Kraft Foods, American Financial und die Bank of the Ozarks erhöhen ihre Dividenden

Vier Aktien kündigten gestern eine höhere Dividende an. Nur eine der Aktien hat aktuell ein KGV von weniger als 15 und keines der Unternehmen rentiert oberhalb der 4% Marke.

Das größte Unternehmen mit Dividendenwachstum war die Kraft Foods Group. Der Lebensmittel Konzern steigerte seine Dividendenzahlungen um 5%. Das ist nicht viel aber zumindest oberhalb der aktuellen Inflationsrate.

Bedenkt man weiter dass Kraft Foods fast $10 Milliarden an langfristigen Schulden und Lease Obligationen bilanziert hat so erklärt sich die schwache Dividendenerhöhung fast von selbst.

Dividendenwachstum des Tages:

Unternehmen
Dividenden-Rendite in %
Dividenden-Wachstum
Dividenden-Periode
Amer Fincl Grp
1.62
12.82%
Quarterly
Bank of The Ozarks
1.75
10.53%
Quarterly
John Hancock Hdg Eq Fd
8.93
16.41%
Quarterly
Kraft Foods Group Inc.
3.96
5.00%
Quarterly
LTC Properties
5.26
9.68%
Monthly


American Financial Group (ISIN: US0259321042) steigerte die Dividende im gestrigen Tagesverlauf um 12,82%. In Zukunft sollen $0,22 je Aktie gezahlt werden (Vorher: $0,195). Für AFG ist es die 9. stetige Dividendenerhöhung.

Die neue Dividendenrendite liegt nach der aktuellen Dividendenerhöhung bei 1,62%. Das Unternehmen wird der Property & Casualty Insurance Industrie zugeordnet.

So entwickelte sich der Aktienkurs von Amer Fincl Grp (ISIN: US0259321042) über die letzten Jahre:

Langfristiger Aktienkurs Chart von Amer Fincl Grp (AFG)


Die American Financial Group Aktie hat ein Beta Ratio von 1,09. Hier sind ein paar fundamentale Kennzahlen zur Aktie American Financial Group (US0259321042):

KGV: 9.96
Erwartetes KGV: 12.18
KUV: 0.96
KBV: 1.09
Debt to Equity Ratio: 0.21
Operative Marge: 18.00%

Bank of the Ozarks (ISIN: US0639041062) steigerte die Dividende im gestrigen Tagesverlauf um 10,52%. In Zukunft sollen $0,21 je Aktie gezahlt werden (Vorher: $0,19). OZRK schaffte es bisher über 16 Jahre stetig die Dividende zu erhöhen.

Die neue Dividendenrendite liegt nach der aktuellen Dividendenerhöhung bei 1,75%. Das Unternehmen wird der Regional - Southeast Banks Industrie zugeordnet.

So entwickelte sich der Aktienkurs von Bank of The Ozarks (ISIN: US0639041062) über die letzten Jahre:

Langfristiger Aktienkurs Chart von Bank of The Ozarks (OZRK)


Die Bank of the Ozarks Aktie hat ein Beta Ratio von 0,90. Hier sind ein paar fundamentale Kennzahlen zur Aktie Bank of the Ozarks (US0639041062):

KGV: 21.15
Erwartetes KGV: 17.99
KUV: 8.73
KBV: 3.20
Debt to Equity Ratio: 0.12
Operative Marge: 65.70%

Kraft Foods Group (ISIN: US50076Q1067) steigerte die Dividende im gestrigen Tagesverlauf um 5%. In Zukunft sollen $0,525 je Aktie gezahlt werden (Vorher: $0,5).

Die neue Dividendenrendite liegt nach der aktuellen Dividendenerhöhung bei 3,96%. Das Unternehmen wird der Food - Major Diversified Industrie zugeordnet. Der neue Konzern Kraft Foods Group hat bisher noch keine lange Dividenden Historie. Seine Vorgängerversion, Kraft Foods, hatte es zumindest über 8 Jahre geschafft die Dividende stetig zu erhöhen bis es zum Spinn-off kam.

So entwickelte sich der Aktienkurs von Kraft Foods Group Inc. (ISIN: US50076Q1067) über die letzten Jahre:

Langfristiger Aktienkurs Chart von Kraft Foods Group Inc. (KRFT)


Hier sind ein paar fundamentale Kennzahlen zur Aktie Kraft Foods Group (US50076Q1067):

KGV: 17.12
Erwartetes KGV: 16.51
KUV: 1.71
KBV: 7.33
Debt to Equity Ratio: 2.32
Operative Marge: 20.50%

LTC Properties (ISIN: US5021751020) steigerte die Dividende im gestrigen Tagesverlauf um 9,67%. In Zukunft sollen $0,17 je Aktie gezahlt werden (Vorher: $0,155).

Die neue Dividendenrendite liegt nach der aktuellen Dividendenerhöhung bei 5,26%. Das Unternehmen wird der REIT - Healthcare Facilities Industrie zugeordnet.

So entwickelte sich der Aktienkurs von LTC Properties (ISIN: US5021751020) über die letzten Jahre:

Langfristiger Aktienkurs Chart von LTC Properties (LTC)


Die LTC Properties Aktie hat ein Beta Ratio von 0,96. Hier sind ein paar fundamentale Kennzahlen zur Aktie LTC Properties (US5021751020):

KGV: 24.88
Erwartetes KGV: 20.27
KUV: 12.82
KBV: 2.14
Debt to Equity Ratio: 0.31
Operative Marge: 64.70%


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Donnerstag, 22. August 2013

Diese Aktien werden von Warren Buffett aktuell verkauft

Welche Aktien soll ich kaufen oder welche Aktien sind nicht so gut die man aktuell kaufen kann und sollte sie lieber verkaufen?

Dazu gibt es hunderttausende Antworten und jede von ihnen kann richtig oder falsch sein. Eine Hilfestellung hierfür können die Trades von den großen Investoren geben.

Warren Buffett ist so einer von dem man sich etwas abschauen kann. Er ist eigentlich ein langfristiger Investor der über die letzten Jahrzehnte ein sehr gutes Gespür für Aktien Käufe und Verkäufe bewiesen hatte. 

Vor einigen Tagen hatte ich hier berichtet welche Aktien Warren Buffett aktuell kauft. Heute möchte ich euch zeigen welche Aktien Warren Buffett, die Investoren Legende aus Omaha, aktuell verkauft.

Insgesamt verkaufte Warren Buffett vier Aktien Positionen. Eine davon, Gannett (GCI), schloss er komplett. 

Den größten Portfolio Einfluss hatte dabei das Unternehmen Mondelez (MDLZ) mit 0,23%. Zusammen mit der Kraft Foods Group (KRFT) hat er mittlerweile beide Unternehmen, die er vor einiger Zeit mit großem Tam Tam über die alte Kraft Foods gekauft hatte, fast vollständig eliminiert. 

Eigentlich Schade, denn Mondelez erhöhte vor ein paar Tagen die Dividenden um 7,69%. Aber vielleicht weiß Warren Buffet ja wieder etwas mehr als wir. 

Das Aktien Portfolio, welches in Berkshire Hathaway (BRK.A) eingegliedert ist, ist nun fast vollständig frei von dem Food Processor. Warren's Ansichten scheinen sich offenbar etwas geändert zu haben gegenüber dem großen Lebensmittelhersteller Kraft Foods.

Vielleicht sieht er auch aktuell nur bessere Investitionsgelegenheiten. Wahrscheinlich findet er den Autohersteller General Motors interessanter. In diesem hatte er zuletzt wieder investiert. Dabei zahlt General Motors nicht einmal eine Dividende.

Für mich wäre so ein Aktientausch undenkbar. Ich bleibe bei meinen Kraft Foods und Mondelez Aktien auch wenn sie aktuell nicht mehr günstig sind. Dafür schwanken sie nicht so stark im Gewinn wie der Autohersteller der während der Finanzkrise bankrott war, unter Chaper 11 gehen musste und vom Staat gerettet wurde.

Warren Buffett's aktuelle Aktien Verkäufe


Ticker
Unternehmen
Aktion
Einfluß
Preisspanne
Kommentar
MDLZ
Mondelez Internation...
Reduce
-0.23%
$28.34 - $31.86
Reduce -91.8%
MCO
Moody's Corporation
Reduce
-0.22%
$52.23 - $68.62
Reduce -12.29%
KRFT
Kraft Foods Group In...
Reduce
-0.09%
$50.09 - $57.54
Reduce -87.97%
GCI
Gannett Co Inc
Sold Out
-0.05%
$19.85 - $26.6
Sold Out




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