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Sonntag, 18. Februar 2018

Dividendenwachstum der Woche – Applied Materials verdoppelt Dividende


In der vergangenen Woche erhöhten 38 Unternehmen die Dividende. Die stärkste Dividendenerhöhung kam dabei von dem weltweit größten Semiconductor Equipment Hersteller, Applied Materials (NASDAQ:AMAT).

Aktien mit Dividenden Wachstum in der KW 07, 2018 - Quelle: Eigene Recherchen

Das Unternehmen verdoppelte die laufende Quartalsdividende auf 20 US-Cents je Aktie. AMAT verzeichnet aktuell eine starke Nachfrage nach Flachbildschirmen und elektronischen Chips. 

Von der Bewertung gesehen wirkt Applied noch relativ günstig mit einem erwarteten KGV von 12,51. Man muss aber bedenken, dass es sich hier um ein sehr zyklisches Unternehmen handelt. 

Applied Materials ist auch ein guter Dividendenzahler, auch wenn die Rendite aktuell noch gering ausfällt. Das liegt aber daran, dass der Free Cashflow steig in Aktienrückkäufe investiert wurde. Das Unternehmen kommt auf 5 stetige Dividendenerhöhungen bis im Jahr 2015 die Dividende gleich blieb.

Günstig wirkt auch das biopharmazeutische Unternehmen Abbvie (NYSE:ABBV). Das Unternehmen ist aus der Abspaltung von Abott Laboratoires zu Abott und Abbvie im Jahr 2013 entstanden. 

Abbvie gehört auch zu den Unternehmen, die aktuell ein zweistelliges Gewinnwachstum für die nächsten Jahre erwarten lassen. Abbie zählt mit 6 stetigen Dividendenerhöhungen zu den Dividenden Challengern.

Als letzte gute Werte fallen Western Union (NYSE:WU) und T. Rowe Price (NYSE:TROW) auf. Western Union musste im Jahr 2014 eine Null-Runde beim Dividendenwachstum geben. Zuvor erhöhte der Zahlungsdienstleister 8 Jahre stetig die Dividende.

Besser managte der Asset Manager T. Rowe Price seine Dividendenzahlungen. Insgesamt wurde 31 Jahre lang stetig die Dividende erhöht. Trotz Gegenwind von passiven Vermögensverwaltern wie Blackrock (NYSE:BLK), profitiert T. Rowe aktuell von der guten Lage an den Finanzmärkten.

Insgesamt gab es 13 Unternehmen die aktuell noch ein erwartetes KGV von weniger als 15 haben. Hier ist die List mit den Werten:

Quelle: Eigene Recherchen, Finviz.com


Weitere große Unternehmen mit langer Dividenden Wachstumshistorie und guten Renditen sind aktuell Cisco Systems (NDAQ:CSCO) und Coca Cola (NYSE:KO). 

Freitag, 16. Februar 2018

Kraft Heinz – Schwache Zahlen drängen ein Engagement nicht auf

Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz (NYSE:KHC), aktuell der fünftgrößte Lebensmittel- und Getränkekonzern der Welt, meldete heute Zahlen für das Schlussquartal 2017.

Zusammengefasst verfehlte der Konzern die Umsatz- und Gewinnerwartungen. Trotz planmäßiger Fortschritte bei den Kostensenkungs- und Integrationsprozessen, bietet der Ausblick wenig Salz in der Suppe. Auch konnte der CEO, Bernardo Hees, keine nennenswerten Übernahmen im vergangenen Quartal verkünden, die das Unternehmen als Teil der Strategie auf ein neues Level bringen sollte.

Zum Hintergrund des Konzerns

Kraft Heinz ist aus der Fusion zwischen Kraft Foods und Heinz im Jahr 2015 entstanden. Die treibenden Kräfte hinter der Transaktion waren damals die bekannte Investmentgesellschaft 3G Capital und Berkshire Hathaway.

Die brasilianische 3G Capital hatte sich in der Vergangenheit durch größere Deals wie den Zusammenschluss von Anheuser Bush und InBev zu AB Inbev (NYSE:BUD) sowie Burger King und Tim Hortons zu Restaurant Brands International (NYSE:QSR) einen Namen gemacht. Markant ist der auf Kostensenkungen und Akquisitionen fokussierte Investmentstil.

Heute veröffentlichte Kraft Heinz die Quartalszahlen für das Schlussquartal Q4/2017. Dies sind die wesentlichen Highlights:

Q4/2017
- Organisches Umsatzwachstum von -0,6%
- Adjustiertes EBITDA +3,2% (währungsbereinigt +4%)
- Bereinigtes EPS -1,1%

Gesamtjahr 2017
- Organisches Umsatzwachstum von -1%
- Adjustiertes EBITDA + 2,3%
- Bereinigtes EPS +6,6%

Für das Jahr 2018 erwartet der Konzern ein profitables, organisches Umsatzwachstum. Die CAPEX sollen um weitere USD 170 Millionen reduziert werden, von USD 1,2 Milliarden auf USD 850 Millionen. Das bereinigte EBITDA lag bei rund USD 8 Milliarden im Gesamtjahr 2017.

Wie das Management urteilte:
"Mit unserer globalen Präsenz und finanziellen Stärke, denke ich, werden wir weiterhin Möglichkeiten schaffen, unser Portfolio zu erweitern", sagte Bernhard Hees, CEO von Kraft Heinz.

Quelle: Quartalsbericht Kraft Heinz Q4/2017, Seite 10

Quelle: Quartalsbericht Kraft Heinz Q4/2017, Seite 11

Der Druck einer großen Übernahme steigt

Trotz seiner langfristigen Schulden von USD 28,3 Milliarden ist Kraft Heinz weiter auf der Suche nach großen Übernahmezielen. Dabei steigt der Druck mit mangelnden Erfolgen.
Das letzte große Übernahmeangebot an Unilever im Wert USD 143 Milliarden wurde im letzten Jahr aufgrund von großen Widerständen zurückgezogen. Das Unternehmen bekleckerte sich damals nicht gerade mit Ruhm und zeigte damit, wie undurchdacht die Übernahmepläne eigentlich waren.

Seit der letzten Attacke werden stetig neue Zielunternehmen in der Finanzpresse genannt. Ganz oben auf der Liste stehen die bekannten großen Player wie Danone, General Mills, Colgate, Mondelez, Kellogg oder Clorox.

Bisher blieb Kraft Heinz aber eher zögerlich im Übernahmekarussell. Vielmehr konzentrierte man sich auf eine strikte Umsetzung der Kostensenkungsziele, was primär auch richtig ist. Hier kommt das Management gut voran und konnte die Einsparungen auf USD 1,7 Milliarden steigern. Problematisch kann jedoch die mangelnde Fähigkeit gesehen werden, aus Produktinnovationen ein organisches Wachstum zu zaubern.

Machen weitere gigantische Übernahmen überhaupt Sinn?

Hat man Vertrauen in die Strategie von 3G Capital, so macht eine Übernahme durchaus Sinn, sofern sie diszipliniert durchgeführt wird. Dass diese Vorgehensweise funktioniert, hat 3G schließlich schon bei AB Inbev eindrucksvoll bewiesen.

Rechnet man mit Synergien von 10% des Jahresumsatzes des zu übernehmenden Unternehmens, so wären es bei Unilever über 5 Milliarden gewesen. Allein das zeigt, wie groß das Potenzial einer Übernahme wäre.

Steigende Zinsen mahnen Anleger zur Vorsicht

Man sollte jedoch nicht vergessen, dass in einer Phase von steigenden Zinsen, die Nervosität gegenüber Aktien mit hohem Verschuldungsgrad sehr groß ist. So kam es auch bei AB Inbev zu einem überproportionalen Ausverkauf während der Finanzkrise. Wer Vertrauen und den Mut besaß, wurde gut belohnt: Der Kurs verzehnfachte sich.

Bei Kraft-Heinz sollte man jedenfalls erst einmal abwarten was sich hier konkretisiert. Die Zahlen waren nicht überwältigend. Ein flacher Umsatz, fehlende Produktinnovationen, eine hohe Verschuldung und ambitionierte Bewertung machen die Aktie aktuell nicht attraktiv. Zudem leiden viele Unternehmen aus dem Konsumgüterbereich unter einem schwachen Gesamtmarkt. Der Sektor bleibt jedoch aus Value Gesichtspunkten interessant.

Sonntag, 26. November 2017

Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind? Ein Gastartikel von Alexander Kelm

Heute gebe ich einen talentierten Value-Investing Blogger, Alexander Kelm, die Möglichkeit hier zu publizieren. 

Alexander schreibt für den Blog Value Investing Chronicle, in dem vieles über die großen Value Investoren wie Benjamin Graham, Warren Buffett, Charlie Munger, Joel Greenblatt, Mohnish Pabrai und Philip Fisher zu lesen ist. Besucht einfach mal den Blog.

Der heutige Artikel ist etwas mehr auf eure Interessen, den Dividenden und Wachstum, zugeschnitten. Es geht um die Thematik, warum Dividenden für Langfrist-Anleger so wichtig sind und welche Wirkungen der "Cost Average Effect" auf das Portfolio hat.


Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind?

Die meisten Anleger konzentrieren sich auf den Preis einer Aktie. Sie hoffen die Aktie günstig zu kaufen und wenn sie steigt mit einer hohen Marge wieder zu verkaufen.

Das solltest du erst gar nicht versuchen. Der Grund: Du bist nicht in der Lage, eine bestimmte Aktie auf lange Sicht an den Finanzmärkten mit Gewinn zu verkaufen. Das ist Spekulation und kein Investieren. Dafür solltest du dich lieber mehr mit den Dividendenausschüttungen der Firmen beschäftigen. Dividendenzahlungen realisieren dir ein passives Einkommen, das du jeder Zeit behalten oder in neue Aktien reinvestieren kannst.

Was sind überhaupt Dividendenzahlungen? Einfach gesagt, sind es ein Teil der erwirtschaften Gewinne eines Unternehmens, die an die Aktionäre jährlich oder quartalsweise pro Aktie aus- geschüttet werden. Zum Beispiel, wenn eine Dividende 50 Cent beträgt und du 100 Aktien besitzt, dann erhältst du 50 Euro Dividende. Wenn du 1.000 Aktien besitzt, erhältst du 500 Euro und so weiter.

Ein Einkommen fürs Leben

Momentan zahlen alle Unternehmen des S&P 500 ungefähr eine durchschnittliche Dividende von 2% an die Aktionäre aus. Einige der Firma in diesem Index zahlen höhere Dividenden, andere wiederrum keine. Darum liegt der Durchschnitt etwa bei 2%.

Wenn du ein Aktienportfolio von einer Million Euro hättest und dieses Portfolio spiegelt alle Unternehmen des S&P 500 wider, dann würdest du pro Jahr ein Einkommen von 20.000 Euro nur durch diese Aktien generieren. Das ist nicht schlecht, oder?

Mit der Zeit investieren vor allem Rentner in Dividendenaktien. Sie begünstigen am meisten die langweiligen Aktien mit überdurchschnittlichen Dividenden, wie zum Beispiel die Versorgungsunternehmen, Banken und Arzneimittelhersteller.

Für den Altersanleger sind die Dividendenzahlungen ein wichtiger Bestandteil seines Einkommens. Reinvestierte Dividenden und Anleihezinszahlungen sorgen dafür, dass sich ein gut geführtes Portfolio etwa alle zehn Jahre verdoppelt. Alle verdienten Euros werden reinvestiert und wachsen für dich weiter.

Automatisierter Vermögensaufbau

In der Zwischenzeit automatisiert sich der Cost Average Effect, den du benötigst, um das Investment-Spiel auf lange Sicht zu gewinnen.

Unternehmen können und werden Dividendenzahlungen kürzen, aber viele Blue-Chip-Firmen sind ziemlich stolz darauf, ihre Dividende jahrzehntelang ohne Unterbrechung gehalten und sogar stetig gesteigert zu haben.

Die Macht der Dividenden zu verstehen, gibt dir auf zwei Arten einen Vorsprung vor dem kurzfristigen Anleger. Du gerätst weniger in Panik, wenn eine Dividendenaktie im Nennwert fällt. Schließlich ist ein niedrigerer Preis eine Chance, mehr dividendenzahlende Aktien für weniger Geld zu bekommen.

Darüber hinaus dürfte sich der aktive Händler auf neue Unternehmen konzentrieren, die überhaupt keine Dividenden zahlen. Das ist einer der Gründe, warum die Blue Chips weitaus weniger volatil sind. Es gibt weniger heißes Geld, um sie zu jagen.

Für ein Rentenportfolio ist die Jagd nach Rendite Zeitverschwendung und ein sehr hohes Risiko. Betrachte stattdessen, wer seine Dividenden stetig zahlt, der lässt auch dein Portfolio stetig gedeihen. 

Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind? Ein Gastartikel von Alexander Kelm, Autor und Blogger von VALUE INVESTING CHRONICLE.

Dienstag, 3. Januar 2017

Quartalsbrief zum Q4/2016: FraSee Wikifolios Dividendenwachstum und Aktienrückkäufe

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen.

Das Jahr 2016 verlief trotz des schlechtesten Jahresstarts aller Zeiten recht positiv. Die anfänglichen Kursverluste konnten im Jahresverlauf wettgemacht werden, sodass am Jahresende ein gutes Kursplus zu Buche stand.

Explizit konnte der Dow Jones im Jahr 2016 einen Wertzuwachs von 12,58% verzeichnen. Der größere S&P 500 und der Nasdaq Composite konnten ebenfalls mit 8,63% bzw. 6,62% eine positive Jahresperformance generieren.

Auch der US Dollar legte weiter zu. Seit Jahresanfang stieg der Dollar gegenüber dem Euro um weitere 4,29%. Der Dollar schloss schließlich das Jahr mit einer Tauschparität von 1,0522.


Jahresperformance Dow Jones, Nasdaq Composite und S&P 500;
Quelle: Googlefinance 


Ebenfalls von dem positiven Umfeld profitieren konnten die beiden Wikifolios „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ und „Werte durch Aktienrückkäufe“.

So konnte das Portfolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ 8,9% zulegen. Die Wertentwicklung des Wikifolios  „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ war mit 8,71% ebenbürtig.



FraSee Wikifolios vom 3. Januar 2017;
Quelle: Wikifolio.com

Donald Trump wird Präsident – Was nun?


Im vierten Quartal war die Präsidentschaftswahl in Amerika das dominierende Thema. Trotz Prognosen für die demokratische Hillary Clinton, konnte der Republikaner Donald Trump die Kandidatur für sich gewinnen.

Die Märke mussten sich darauf erst einmal neu einstellen. Es ist schwer den Immobilienunternehmer zu interpretieren, weil er so viele widersprüchliche Aussagen zu seiner Politik gemacht hat. Geht man von dem Szenario der Umsetzung seiner Wahlkampfparolen sowie der republikanischen Ausrichtung aus, so könnte ein eher nationaler Kurs mit einer stärkeren Förderung der Binnenwirtschaft das Thema sein.

Der Außenhandel könnte gebremst werden. Der Handel mit dem Ausland, insbesondere mit China, war jedoch in den letzten 30 Jahren einer der dominierenden Wohlfahrtstreiber für die USA. Eine 

Rückabwicklung oder ein Stillstand im Ausbau bestehender Handelsbeziehungen bedeutet nicht der sofortige Eintritt ins Schlaraffenland, wie es von Trump vorgegaukelt wird, sondern wird ein harter Anpassungsprozess.

Die ersten ökonomischen Zeichen der Trump Politik kann man schon jetzt an den Börsen interpretieren. Die Zinsen steigen in Erwartung auf eine steigende Inflation und der Dollar verbessert sich weiter gegenüber dem Euro. Die Aktienkurse erreichten zudem ein neues Allzeithoch.

Mit oder ohne Trump: Die Auswirkungen des Präsidenten auf die wirtschaftliche Entwicklung werden sich in Grenzen halten. Politische Börse haben immer noch sehr kurze Beine.

Was im Wikifolio geschah


Ende Oktober 2016 habe ich die McKesson Position im Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“  aufgestockt. Der Pharmahändler erlebte nach schlechter als erwarteten Quartalszahlen einen Ausverkauf. Das Management passte ihre aktuelle Prognose von 7-11% Gewinnwachstum auf -1 bis 3% an. Aktuell wird das Unternehmen mit einen 11-12 KGV gehandelt.

Auch der dänische Insulinhersteller Novo Nordisk musste seine mittelfristige Wachstumsplanung überarbeiten und kürzte den Wachstumsausblick um die Hälfte.

Novo ist aktuell mit einem 14-15 KGV bewertet. Ich hatte bereits früher schon eine Position für das Wikifolio „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ eröffnet. Diese ist noch zweistellig im Plus. Sollte nächstes Jahr wieder eine Zwischendividende gezahlt werden, wie in diesem Jahr zum ersten Mal, so könnte man fast an die 4% Rendite herankommen.

Die Marktposition ist aktuell stark. Novo Nordisk ist heute mit rund 50% Marktanteil immer noch der dominierende Player im wachsenden Insulingeschäft.

Die Aktie hatte seit Jahresanfang rund 40% an Wert verloren. Den letzten Kursrücksetzer im Oktober habe ich nun genutzt um jetzt auch eine erste Position für das Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ aufzumachen.

Im Wikifolio „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ habe ich den Ausverkauf des Pharmahändlers CVS Health genutzt um eine erste Position aufzumachen. 

In der Vergangenheit war mir das Unternehmen, das mittlerweile über 12 Jahre stetig die Dividende erhöht hat, zu teuer gemessen am Wachstum. 

Jetzt ist genau das eingetreten wovor ich häufiger warne: Hohe Bewertungen kommen schnell auf ein solides Niveau zurück wenn Wachstumsaussichten korrigiert oder angepasst werden.

So war es auch bei CVS Health geschehen. Das Unternehmen ist ausschließlich in den USA tätig und konkurriert mit Webewerbern wie Walgreens Boots Alliance, die auch im Wikifolio enthalten sind und bereits eine gute Performance abliefern konnten.

Am 8.11 wurde die bisherige Prognose von USD 4,92 – 5.00 auf USD 4,84 – 4,90 gesenkt. Auch in 2017 wird die Prognose unter der von Analysten mit USD 5,77 – 5,93 vom Management prognostiziert. Analysten lagen bei USD 6,53. Als Trostpflaster wurde ein 15 Milliarden schweres Aktienrückkaufprogramm beschlossen.

Aktuell wird CVS mit einem 16er KGV gehandelt. Für ein Unternehmen das zweistellig wächst ist das in Ordnung. In den nächsten Jahren könnte das Kurs-Gewinn-Verhältnis nahe der 10er Marke herankommen. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 2,32% und könnte mit einer Dividendenerhöhung über2,5% liegen. Seit Jahresanfang hat die Aktie rund 25% an Wert eingebüßt.

Käufe im letzten Quartal Q4/2016:


Werte durch Aktienrückkäufe
- GameStop
- Novo Nordisk
- Gilead Sciences

Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum
- CVS Health

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Die größten Aktien mit Dividendenwachstum und Aktienrückkäufe aus Q3/2016

Trotz kleinerer Rücksetzer verlief das dritte Quartal 2016 für die Aktienmärkte positiv.

Der Dow Jones konnte das Quartal mit einem Plus von 2,1% abschließen, während der etwas größere S&P 500 um 3,1% zulegte. Der Nasdaq Composite übertraf die Performance der beiden Leitindizes deutlich und schloss mit einem Zuwachs von 9,68%.

Auf der Währungsseite wurde der US Dollar etwas schwächer und verringerte sich gegenüber dem Euro um 1,21%. Seit Jahresbeginn hat sich das USD/EUR Verhältnis um 3,4% abgeschwächt.

Quartalsperformance S&P 500, Nasdaq Composite, Dow Jones, USD/EUR
Quelle: Googlefinance.com

Trotz Gegenwind auf der Währungsseite konnten beide Wikifolios einen Wertzuwachs in Q3 erzielen. Das Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ generierte eine Performance von 2,04% während das auf Dividendenwachstum spezialisierte Wikifolio „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ einen Wertzuwachs von 1,21% erzielte.

Frasee Wikifolios; Quelle Wikifolio.com
Transaktionen im dritten Quartal

Im letzten Quartal hatte ich in die beiden Wikifolios keine Käufe vorgenommen. Ein Grund für die Zurückhaltung liegt in den ambitionierten Bewertungsniveaus. Die Aktienmärkte tangierten auch im dritten Quartal neue Allzeit-Hochs. Trotz gut laufender Konjunktur spiegelt der Anstieg der Aktienmärkte nicht das Wachstumspotential der Wirtschaft wider.

Gemessen am Shiller P/E wird ein Multiplikator der S&P 500 Gewinne von 26,90 gehandelt. Der Wert für die der letzten 12 Monate beträgt es 25,08.

Auf Basis der erwarteten Gewinne relativiert sich der Wert auf 17, sollte man den Schätzungen der Analysten trauen. Dennoch liegt auch dieser Wert noch über seinem historischen Mittelwert von 14,3.

Die Bewertungen rechtfertigen sich mit dem künstlich von den Notenbanken manipulierten Zins. Dieser ist kein Produkt von Angebot und Nachfrage, sondern das Ergebnis geldpolitischer Kräfte. Seit Jahren wird von den großen Notenbanken versucht Inflation und Wachstum durch Nullzins und Anleihekäufe  zu erzeugen. Bisher ohne jeglichen Erfolg. Mit ihrem aggressiven Kurs vernachlässigen sie jedoch das Ziel der Finanzmarktstabilität und lenken das Kapital in völlig falsche Bereiche.

Sollte der Zins wieder auf sein langfristiges Gleichgewicht steigen, so müssten auch die Bewertungen zurückgehen. Der Anpassungsprozess muss jedoch nicht zwangsläufig mit einem Knall enden.

Langsame Anpassungen geben den Marktteilnehmern genügend Zeit sich auf Änderungen einzustellen. Zudem ist es wahrscheinlich, dass über die Jahre auch die Unternehmensgewinne durch Inflation und Wachstum steigen. Dann hätte sich eine Kapitalmarktblase entlüftet ohne dass es zu Kursrückgängen gekommen ist.

Es ist schlichtweg unseriös ständig vom nächsten Crash zu reden. Für einige Autoren ist das ein ertragreiches Geschäft. Krisen und Crashs gehören zur Marktwirtschaft wie die Butter zum Brot. Hohe Bewertungen für sich genommen sind kein Grund für Panikverkäufe. 

Die größten Dividendenwachstumswerte des Quartals

Im letzten Quartal erhöhten 248 Unternehmen am US Aktienmarkt ihre Dividende. Microsoft sticht hierbei etwas heraus. Neben den USD 40 Milliarden schweren Aktienrückkaufprogramm wurde auch die Quartalsdividende um 8,33% erhöht. 

Als zweiter großer Wert fällt der Militärausrüster Lockheed Martin auf. Das Unternehmen erhöhte die Dividende um 10,3% und verkündete ein Aktienrückkaufprogramm von USD 2 Milliarden. Über stetige Rückkaufe konnten die ausstehenden Aktien von 436 Millionen im Jahr 2006 auf 310 Millionen verringert werden. Der Gewinn je Aktie hat sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt, obwohl der Gewinn nur um gut 50% gestiegen ist.

Anbei findet ihr eine Übersicht der 20 größten Aktien mit verkündeten Rückkaufprogramm im letzten Quartal sowie die 20 größten Aktien mit Dividenden Wachstum. Beide Listen sind nach der Marktkapitalisierung sortiert.

Die größten Aktienrückkaufprogramme in Q3/2016
Quelle: frasee-investors.com

Die größten Aktien mit Dividendenwachstum in Q3/2016
Quelle: frasee-investors.com

Dienstag, 5. Juli 2016

Dividendenwachstum und Aktienrückkauf Quartalsbrief Q2/2016

Die hohe Unsicherheit und Volatilität an den Aktienmärkten hielt auch im zweiten Quartal des Jahres 2016 an. Maßgeblich war der Zeitraum durch den Brexit geprägt, welcher kurzfristig starke Schockwellen durch die Märkte sendete.

Trotz der Turbulenzen konnten die großen Leitindizes nahe ihrer All-Zeit-Hochs das zweite Quartal beenden.

Der Dow Jones schloss das Quartal mit einer positiven Entwicklung von 1,37% ab. Seit Jahresanfang ist der Index um 2,89% gestiegen.

Der etwas größer aufgestellte S&P 500 liegt mit einer Quartalsperformance von 1,89% etwas über der Entwicklung des Dow Jones. Auf Jahressicht konnte der S&P mit einer Performance von 2,69% jedoch den Dow Jones nicht ganz übertreffen.

Einzig der Technologie Index Nasdaq scheint etwas der Entwicklung nachzulaufen. Der Nasdaq Composite verlor auf Jahressicht 3,29%.

Auch der Dollar verbuchte nach der Bexit Entscheidung wieder etwas Zugewinn. Im zweiten Quartal stieg dieser gegenüber dem Euro um 2,71% während auf Jahressicht der Euro 2,1% immer noch stärker bleibt.

Wie sich die Wikifolios entwickelten

Das Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“ erzielte in den ersten sechs Monaten einen Wertzuwachs von 1,85%, während das stärker auf Dividenden Wachstumswerte fokussierte Portfolio „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ eine Halbjahresperformance von 3,57% erreichte.

FraSee's Wikifolios (zum vergrößern auf die Grafik klicken)
Quelle: Wikifolio.com

Großbritannien, der Brexit und was danach erwartet wird

Am 23. Juni kam es zur Abstimmung des Britischen Referendums zum Verbleib in der EU. Der Austritt Großbritanniens wurde im Vorfeld der Entscheidung intensiv und emotional diskutiert, wobei sich die Märkte auf einen Verbleib in der EU eingespielt hatten.

Dieses Ereignis trat überraschend nicht ein. Als Folge kam es kurzfristig zu signifikanten Anpassungen in vielen Märkten, besonders bei den Devisen zum Pfund sowie an den Aktienmärkten. Hier verloren britische Banken am stärksten.

Klar ist auf jeden Fall, dass ein Austritt Auswirkungen auf den zwischenstaatlichen Handel haben wird. Wie stark dieser zwischen den Ländern abgebaut wird hängt von den zukünftigen Austrittsverhandlungen ab. Die EU hatte bereits angekündigt, dass es kein "Rosinen picken" geben wird um weitere Länder vor einem Austritt abzuschrecken.

Da Großbritannien über die letzten Jahre signifikant im Außenhandel schwächer geworden ist (zuletzt wurde ein monatliches Handelsbilanzdefizit von rund GBP 3,3 Milliarden ausgewiesen), müsste das Pfund erheblich abwerten um den Wettbewerbsnachteil monetär auszugleichen. Was letztlich passieren wird, bleibt abzuwarten.

Glaubt man der klassischen ökonomischen Theorie, so sollten sich langfristig die Märkte ins Gleichgewicht einpendeln.


Erste Apple Position eröffnet

Nach längerem Beobachten nutzte ich den letzten Kursrücksezer um eine Einstiegsposition bei dem Computer und iPhone Hersteller Apple zu eröffnen.

Apple hat schon seit längerem eines der größten Rückkaufvolumen aller Zeiten ausstehen. Ende April 2016 wurde dieses noch einmal auf ein Gesamtvolumen von $175 Milliarden erhöht. Das entspricht rund 1/3 der Börsenbewertung.

In Apple‘s Vergangenheit wurden jedoch auch mal neue Aktien ausgegeben um das rasante Wachstum zu finanzieren. Widersprüchlich ist, dass trotz Tafelsilber im Wert von über $233 Milliarden noch Kredite aufgenommen werden um die eigenen Aktien zu erwerben. Hintergrund ist wohl ein steuerlicher Trick um das ausländische Vermögen vor Steuerzahlungen zu schonen.

Da ich es Mitte 2013 verpasst hatte, für das Wikifolio einige Apple Aktien mit einer Einstiegsrendite von über 3% zu erwerben, versuche ich dieses mit einer kleinen Position nachzuholen. Zum Zeitpunkt des Erwerbs beläuft sich die Rendite auf rund 2,5%.

Die Aktie ist in den letzen Monaten aufgrund schwacher Absatzzahlen, besonders in China, unter Druck geraten und verlor über 30%. 

Carl Icahn verkaufte seine Position daraufhin komplett. Nach dem Erwerb im Wikifolio wurde bekannt, dass Warren Buffett (oder eher seine Nachfolger) für $1 Milliarde eine Position aufgebaut haben. Sein Einstand müsste über dem im Wikifolio liegen.

Ich bin gespannt wie sich das Investment entwickelt. Apple ist mittlerweile kein reines Technologie Unternehmen mehr, sondern eher als zyklisches Konsumgüterunternehmen mit stabilem After-Sales Geschäft zu sehen.

Die Margen sind hier fantastisch, jedoch liegt der Nachteil im zyklischen iPhone Geschäft, welches das Geschäftsmodel klar dominiert. Weder die Apple Watch, noch das iTV oder das iPad konnten an die Umsätze es iPhones aufschließen.

Im Big Picture ist Apple jedoch der Hauptgewinner der Mobilisierung von Devices. Konkurrenten wie Dell, HP, Xerox, Canon, Seagate, Western Digital, die stark vom Desktop PC abhängen, haben klar Gegenwind und müssen mit Umsatzrückgängen kämpfen bzw. ihre Geschäftsmodelle neu ausrichten.

Klassischer Retailing im Investitionsfokus

Das zweite große Investitionsfeld der beiden Wikifolios lag im klassischen Retail. Viele Einzelhändler meldeten schlechter als erwartete Quartalszahlen. Kaltes Wetter im Frühling, ein zu warmer Winter und zunehmende Konkurrenz aus dem Internet verhagelten die Quartalsbilanzen. Zudem klagen einige Händler über zu wenig Store Traffic.

Große Namen aus allen Bereichen wie Ralph Lauren, Limited Brands, GAP, Hugo Boss, Gerry Weber, Urban Outfitters, American Eagle Outfitters, Buckle, KORS, Guess? oder Abercrombie & Fich unterlagen einem großen Verkaufsdruck. Auch Department Stores wie Kohls, Nordstrom, JC Penny, Sears oder Macy’s führten die Abverkaufs-Liste an.

Ob Online Retailing das klassische Handelsgeschäft ablöst war schon häufiger Thema meines Blogs. Ich war bisher der Meinung, dass es das nicht tut.

Mit Sicherheit ist Online Retailing das Wachstumsfeld des Sektors und Unternehmen wie Amazon, Ebay, Etsy oder Zalando treiben das Marktwachstum enorm voran, wobei hier wohl auch Umsatzanteile von den etablierten Händlern abgenommen werden.

Schaut man zumindest in die Bilanzen einiger der besagten Unternehmen, so stellt man eine klare Stagnation fest.

Auch innerhalb des stationären Handels gibt es klare Wachstumsmodelle wie die von H&M, Inditex oder Associated British Foods, zu denen Primark gehört.

Angesichts der hohen Dividenden, starken Cash Flows und günstigen Bewertungen finde ich den Bereich dennoch interessant.

Unternehmen wie Wal-Mart und Target sind bereits seit längerem Teil der Wikifolios und konnten solide Erträge abwerfen.

Erste Healthcare REITS im Wikifolio

In der Vergangenheit hatte ich es etwas gemieden in REITs zu investieren. Ein Grund lag in dem hohen Kapitalbedarf bei nur mäßiger Kapitalrendite.

In den letzten Jahren haben sich jedoch eine Vielzahl von REITs in den Bereich des langfristigen Dividendenwachsums herausgearbeitet.

Ich habe nun die Gelegenheit genutzt, eine erste REIT Position mit Omega Healthcare Investors zu eröffnen. Das Unternehmen hat über die letzten 14 Jahre stetig die Dividende erhöht.

Das erwartete KGV liegt bei 16,95 und die Dividendenrendite zum Zeitpunkt des Erwerbs bei 7,20%. Mit gefällt das Wachstumspotential des REITs.

Hier sind noch einmal die wichtigsten Käufe des letzten Quartals für euch zusammengefasst:

Werte durch Aktienrückkäufe

- Seagate
- Alliance Data Systems
- GAP
- Kohl’s
- Nordstrom
- Apple
- Cardinal Health
- Gilead Sciences
- Principal Financial Group
- Williams-Sonoma
- Juniper Networks

Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum

- Reynolds American
- GAP
- Williams-Sonoma
- Spectra Energy Partners
- Microchip
- Omega Healthcare Investors


Euch allen wünsche ich weiter viel Spaß und Erfolg beim investieren.

Montag, 4. April 2016

Quartalsbrief Q1/2016 - Volatile Märkte auf hohem Niveau

Der Jahresstart an den Finanzmärkten ging als der schlechteste Handelsbeginn der Geschichte ein. In der Spitze verloren S&P 500 und Dow Jones über 10% in nur einem Monat, die Nasdaq legte noch einen drauf und verzeichnete fast 15% Wertverlust.

Hintergründe der Panikverkäufe waren die extrem niedrigen Rohstoffpreise, deren Verfall sich beschleunigte und kein Ende zu haben schien. Alles deutete auf eine dramatische Lage der Realwirtschaft hin.

Trotz des schlechten Jahresstarts scheinen die Rohstoffpreise einen Boden gefunden zu haben. Auch die Aktienmärkte erholten sich innerhalb von ein paar Wochen und kratzen wieder an All-Zeit-Hoch Marken. Dazu und zu der Entwicklung in den Beiden Wikifolios „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ und „Werte durch Aktienrückkäufe“ aber später mehr.

FraSee Wikifolien zum Quartalsende Q1/2016,
Quelle: Wikifolio.com


Rohstoffpreise weiter tief, Korrektur eingeleitet

Öl fiel weiter unter 30 Dollar je Barrel. Ab einem solchen Preislevel macht selbst der Kostenführer aus Saudi-Arabien Verluste.

Das Defizit des Landes beläuft sich mittlerweile auf über USD 100 Milliarden pro Jahr. Trotz des nicht nachhaltigen Konsumverhaltens der Araber, sieht sich der Wüstenstaat nicht gezwungen die Förderung zu drosseln.

Sie wollen um jeden Preis das amerikanische Fracking im Keim ersticken und den aufstrebenden Nachbarn Iran an dem Wiederaufbau seiner Förderung hindern.

Auch Russland fördert weiter auf Rekordniveau. Die letztliche Einigung der beiden größten Förderländer (Saudi Arabien und Russland fördern täglich über 10 Millionen Barrel) zur Einfrierung der Ölproduktion auf dem Januar 2016 Level, steht auf wackeligen Beinen.

Die schwachen Rohstoffpreise sind im Wesentlichen auf eine sich abschwächende Weltwirtschaft zurückzuführen. Insbesondere in China, das lange Zeit für rund die Hälfte des weltweiten Wirtschaftswachstums verantwortlich war, kühlt sich die wirtschaftliche Aktivität deutlich ab.

Schwankungen zwischen Angst und Gier bestimmen das Börsengeschehen

Das typische an Finanzmärkten ist, dass sich negative Entwicklungen mit positiven sehr schnell abwechseln.

So kehrte ab Mitte Februar eine Trendwende ein, die die bisherigen Verluste fast vollständig neutralisierte.

Die Vorhersagen der Krisenpropheten sind auch dieses Mal nicht eingetreten. Das heißt aber nicht, dass ein Crash jederzeit kommen kann.

Ich hatte bereits in der Vergangenheit häufiger geschrieben, dass extreme Ereignisse jederzeit eintreten können. Am Finanzmarkt sind sie als Black Swan bekannt, also extrem selten aber mit schwerwiegenden Folgen.

Sie sind ein Resultat von Ungleichgewichten die sich über die Zeit aufgebaut haben. Manche sprechen von einem Platzen einer Blase, andere von Anpassungsprozessen.

Trotz möglicher Crashs wird die Welt nicht untergehen

Die Welt wird von Krisen nie untergehen. Das hatten wir in der Geschichte immer wieder gesehen. Das Produktiv- und Humankapital verschwindet doch nicht nur weil Papier weniger wert geworden ist. Es wird im schlimmsten Fall unproduktiv und sucht sich neue Wege.

Industrien verändern sich, schrumpfen oder sterben im schlimmsten Fall. Dafür blühen andere Industrien neu auf oder neue entwickeln sich an einem anderen Ort. Das ist der Lauf der Dinge um es einfach zu beschreiben.

Investoren die nur einseitig investiert waren, erleiden hohe Verluste und verlieren alles. Andere wiederum steigen, wie Marc Zuckerberg, aus dem Nichts zum Guru auf.

Aktienmärkte volatil auf Rekordniveau

Um nicht zu sehr in der Ferne zu schweifen möchte ich wieder zurück zu den Entwicklungen an den Finanzmärkten kommen.

In Summe ist der Dow Jones im ersten Quartal 2016 um 1,49% gestiegen, der größere S&P 500 liegt 0,77% im Plus. Nur der technologie- und achstumsdominierte Nasdaq Composite ist noch 2,75% im Minus.

Wertentwicklung der Wikifolios

Im ersten Quartal 2016 verlor das Wikifolio „Werte durchAktienrückkäufe" -0,7% während das ausschließlich auf Dividendenwachstumswerte  ausgerichtete Portfolio „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ etwas mehr als -0,6% verlor.

Dollar drückt die Performance

Die leichte Unterentwicklung gegenüber den Vergleichsindizes ist im Wesentlichen auf einen stärkeren Euro zurückzuführen. Dieser wurde in der Berichtsperiode 4,61% teurer, was einer Abwertung von in US Dollar notierten Aktien gleichkommt. Rechnet man den Währungseffekt raus, so konnten sich beide Wikifolios besser als der Markt entwickeln.

Quartalsperformance Dow Jones DJI, S&P 500 INX, Nasdaq Composite IXIC, USD/EUR
Quelle: Eigene Recherchen, Googlefinance.com


Korrektur zum Aufstocken genutzt

Ich hatte während der Börsenpanik die Gelegenheit genutzt und im Januar/Februar ein paar Aktien aufgestockt und neu erworben. Nachfolgend findet ihr eine kleine Übersicht der Käufe des letzten Quartals. Die genauen Details der Käufe und Verkäufe mit Volumen und Zeitpunkten könnt ihr auch auf Wikifolio nachlesen.

Werte durch Aktienrückkäufe

- American Express
- Allstate
- Bed Bath & Beyond
- Cummins
- GameStop
- Viacom
- BestBuy
- IBM
- Emerson Electric
- Nordstrom
- F5 Networks
- Juniper Networks
- ADT Corporation (wurde kurz nach Erwerb übernommen)
- Mc Kesson


Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum

- Qualcomm
- Best Buy
- Cummins
- T Rowe Price Group
- Dover
- IBM
- Abbott Laboratories (neu)
- Emerson Electric
- Fuchs Petrolub


Euch allen wünsche ich weiter viel Spaß und Erfolg beim investieren.

Montag, 4. Januar 2016

Dividendenwachstum & Aktienrückkauf Quartalsbrief 4/2015

Im vergangenen Jahr schloss der Dow Jones mit 2,29% das Jahr ab. Auch der größere Index S&P 500 verzeichnete leichte Verluste über das Jahr 2015 von 0,69%.

Lediglich der Technologie Index Nasdaq Composite konnte dank großer Technologieunternehmen wie Google, Facebook und Amazon ein Plus von 5,94% für das Gesamtjahr einfahren.

Das im Jahr 2002 erstellte Wikifolio "Nachhaltig globales Dividenden Wachstum" konnte in 2015 um 10,21% zulegen während das zweite, auf Aktienrückkäufe fokussierte, Wikifolio sich um 9,22% erhöhte.

Die gute Performance ist zu einem Teil auf den stärkeren Dollar zurückzuführen. So konnte der US-Dollar auf Jahresbasis 6,45% gegenüber dem Euro zulegen.

Insgesamt bin ich daher zufrieden mit der Entwicklung beider Zertifikate.

FraSee's Wikifolios; Quelle: Wikifolio.com


Zinswende im Dollarraum vollzogen

Mitte Dezember 2015 hat sich die U.S. Federal Reserve durchgerungen nach endlosen Diskussionen endlich die Zinsen zu erhöhen. Es ist der erste Zinsschritt seit Juni 2006 und er läutet das Ende des Niedrigzinszyklus ein, der nun rund 7 Jahre anhält.

Flankiert wurde die Null-Zins-Ära durch USD 4,48 Billionen schwere Anleihe Käufen der Notenbank, die schwer kritisiert wurden und deren Wirkung bis heute fragwürdig und unerprobt ist.

Oftmals wird vergessen, dass diese sich immer noch in den Büchern der Notenbank befinden. Die aktuellen Zinserhöhungen sorgen nicht gerade dafür, dass sich der Wert dieser Titel erhöht.

Traut man den wirtschaftlichen Fundamentaldaten, so könnten in 2016 drei bis vier weitere Zinsschritte folgen. Demnach würde es bei anhaltendem Inflationsdruck rund 1 Prozent mehr an Zinsen geben.

Betrachtet man sich jedoch die Dynamik an den Rohstoffmärkten so scheint es aktuell relativ unrealistisch zu sein das Inflationsziel zu halten.

Die Energiemärkte sind im Jahresverlauf um rund 40% gefallen, Edelmetalle bis zu 30% und Industriemetalle wie Kupfer, Nickel, Stahl oder Zink haben sich auch um 20 bis 50% verbilligt.


Arbeitsmarkt in Amerika auf gutem Weg

Demgegenüber steht der Arbeitsmarkt in Amerika sehr gut dar. Die U.S. Wirtschaft schafft pro Monat rund 150 bis 200 Tsd. neue Arbeitsplätze. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 5 Prozent und ist damit auf Vor-Krisen-Niveau zurückgekehrt. In Europa ist diese Zahl noch doppelt so hoch. Dies ist ein Grund für den schwachen Euro und eine eventuelle Ausweitung des der Anleihekaufprogramme in Europa.

Das einzig problematische an der guten Arbeitsmarktsituation ist die relativ schwache Entwicklung des Lohnwachstums. Dieses lag zuletzt bei 3,66%.


Wikifolios zeitweise wieder erstarkt

Nach der etwas größeren Korrektur im Herbst konnten sich die Finanzmärkte wieder etwas erholen und an alte Höchststände anknüpfen.

Auch die beiden Wikifolios „Werte durch Aktienrückkäufe“ und „Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum“ erreichten Ende November neue Allzeit-Hochs.

Der wieder erstarkte Dollar war hier eine treibende Kraft.


Käufe im letzten Quartal 04/2015

Hier ist ein Überblick der letzten Aktivitäten auf Wikifolio.com. Ich habe nur die Käufe des letzten Quartals Q4/2015 aufgeführt.

Werte durch Aktienrückkäufe

- Philipps 66
- IBM
- Fossil
- Wal-Mart
- Seagate Technologies
- Cummins
- McKesson
- BHP Billiton
- Fossil
- GameStop
- Bed Bath & Beyond
- BestBuy

Nachhaltig Globales Dividenden Wachstum

- IBM
- Cummins
- BestBuy
- Qualcomm


Cummins

Am 27. Oktober hatte ich die Gelegenheit genutzt eine Position des Industrieunternehmens Cummins für beide Wikifolios zu eröffnen.

Cummins ist ein Diesel und Gasmotorenhersteller, der im letzten Fiskaljahr 19,2 Milliarden USD Umsatz erwirtschaftete. Der Gewinn lag bei 1,6 Milliarden.

Mir gefällt an dem Unternehmen das konsequente Wachstum welches über die letzten 10 Jahre ohne Verwässerung der Aktienzahl erfolgte.

Der Umsatz stieg im beschriebenen Zeitraum um rund 90% während sich der Gewinn mehr als verdreifachte.

Auch der freie Cashflow des Unternehmens überzeugt mich für ein Industrieunternehmen. Im letzten Jahr lag dieser mit 1,4 Milliarden USD knapp unterhalb des ausgewiesenen Gewinns.

IBM

In der Vergangenheit hatte ich mit leichten Gewinnen die IBM Position abgestockt. Jetzt, wo die Technologie Aktie etwas günstiger geworden ist habe ich wieder angefangen sie aufzustocken.

IBM verliert Umsatz, fokussiert sich aber auf Geschäfte mit höheren Margen. Mit einem 10er KGV ist mir das Unternehmen nicht zu teuer. Auch die aktuelle Dividendenrendite von deutlich über 3% überzeugte mich. Big Blue ist ein Basis Investment in beiden Wikifolios.

McKesson

McKesson ist ein Gesundheitsservice Unternehmen das Arzneimittel, pharmazeutische Produkte, technische Lösungen für das Gesundheitsmanagement und die Informationsverwaltung sowie ergänzende Services vertreibt. Diese sollen zu einer Kostenreduktion und Qualitätssteigerung im Gesundheitsbereich beitragen.

Das Unternehmen war von seinem Hoch bei EUR 220 auf EUR 162 zurückgekommen. Grund genug Mal genauer hinzuschauen.

Beeindruckend fand ich die Umsatz und Gewinnentwicklung der letzten Jahre. So konnte der Umsatz von USD 88 Milliarden in 2006 auf 179 Milliarden Dollar gesteigert in 2015 werden. Dies entspricht einer Steigerung von 103%. Der Gewinn erhöhte sich im selben Zeitraum um 166%. Zu verdanken ist dies einem Anstieg der Rohertragsmarge von 4.4% auf 6.4%.

Mit einem Free-Cashflow von 2,5 Milliarden (auf Zwölf-Monats-Basis beträgt dieser sogar 3,6 Milliarden).

Bei einer Enterprise Value Bewertung von USD 44 Milliarden finde ich den Wachstumswert nicht zu teuer.

Zuletzt wurden weitere Aktienrückkäufe in Höhe von USD 2 Milliarden angekündigt.

Bed Bath & Beyond, GameStop und BestBuy

Die spezialisierten US Händler habe ich in das Wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe aufgenommen. Den Elektronikhändler BestBuy habe ich zusätzlich in beiden Wikifolios positioniert.

Bei allen drei Händlern fand ich die aktuell günstige Bewertung bei guten Wachstumsperspektiven spannend.

Bed Bath & Beyond –
Free Cashflow:  USD 855 Millionen
Schulden: USD 866 Millionen
EPS Wachstum 5 Jahre: 6,24%
KGV 10,66

BestBuy –
Free Cashflow USD 1,37 Milliarden
Net Cash: USD 1,148 Milliarden
EPS Wachstum 5 Jahre: 10,03%
KGV 13,26

GameStop –
Free Cashflow USD 321 Millionen
Net Cash: USD 406 Millionen
EPS Wachstum 5 Jahre: 12,23%
KGV 10,07

Gemessen am Enterprise Value wirken alle drei Aktien relativ günstig gegenüber dem Gesamtmarkt. Letztlich ist es aber eine Grundsatzfrage ob der Online Handel dem Stationären Handel den Gar ausmacht. Das ist wohl der wesentliche Grund für die günstige Bewertung.

Medienspiegel im Quartal:

Am 26. November 2015 erschien ein Artikel über die Performance von Nike auf der Investment Community Wall-Street Online. Geschrieben wurde er von Andreas Kern, dem Geschäftsführer und Gründer von Wikifolio. Er erwähnte in einem kleinen Absatz das Wikifolio Werte durch Aktienrückkäufe. Hier ist ein Auszug:

„Ebenfalls schon lange mit dabei ist Frank Seehawer („FraSee“) bei seinem wikifolio „Werte durch Aktienrückkäufe“. Der studierte Wirtschaftswissenschaften, der eine mehrjährige Erfahrung als Aktienanalyst und Investor Relations Manager ausweisen kann, ist bei der Nike-Aktie im April 2013 zu Kursen von damals gut 48 Euro eingestiegen. Seitdem hat er den Bestand durch mehrere Teilverkäufe mehr als halbiert und dabei Gewinne zwischen 190 und 158 Prozent generiert. Die letzte Transaktion fand zu Beginn der laufenden Woche statt, ohne dass der Trade näher erläutert wurde. Grundsätzlich passt Nike aber unverändert zu der Strategie des Traders, der gezielt in Unternehmen investiert, „die über solide Cashflows verfügen und diese auch für Aktienrückkäufe verwenden“. Hintergrund dieser Fokussierung sind zahlreiche Studien, „die zeigen dass sich Aktien, die über einen langen Zeitraum eigene Aktien zurück erwarben, deutlich besser entwickelt haben als solche die keine Gewinne an die Aktionäre weiterreichten. Aktien, die zusätzlich regelmäßig ihre Aktienrückkäufe erhöhten, entwickelten sich darüber hinaus besser als normale Papiere mit Aktienrückkäufen“. Das ebenfalls stark diversifizierte wikifolio kommt seit November 2012 auf eine Performance von 54 Prozent, während das im August 2013 emittierte wikifolio-Zertifikat mit 48 Prozent im Plus lieg. Der Maximalverlust konnte bislang auf weniger als 15 Prozent begrenzt werden.“


Die größten Aktienrückkäufe des Quartals 4/2015 im Überblick

Unternehmen
Rendite
KGV
KGV Erw.
KBV
KUV
Rückkauf- Volumen in Mrd. USD oder Mio. Aktien
Alphabet Inc.
-
31.99
22.23
4.49
7.20
5.1
Johnson & Johnson
2.92%
19.68
16.02
3.97
4.03
10
Wal-Mart Stores Inc.
3.20%
13.15
14.69
2.47
0.41
20
Visa Inc.
0.72%
30.06
23.13
6.31
13.57
5
International Business Machines
3.78%
9.45
9.11
10.1
1.59
4
MasterCard Incorporated
0.78%
29.96
24.99
17.54
11.43
4
NIKE, Inc.
1.02%
30.34
25.23
7.96
3.40
12
The Boeing Company
2.52%
18.16
15.34
14.59
1.00
14
United Technologies Corporation
2.66%
14.99
14.62
2.76
1.45
12
American International Group, Inc.
1.81%
18.23
12.03
0.8
1.26
3
Express Scripts Holding Company
-
26.98
14.16
3.58
0.58
265 Mn.
Thermo Fisher Scientific, Inc.
0.42%
28.83
17.28
2.71
3.37
1
McKesson Corporation
0.57%
22.26
13.66
5.21
0.24
2
Phillips 66
2.74%
9.54
11.15
1.91
0.39
2
Monsanto Company
2.19%
20.96
15.56
6.6
2.89
3
Carnival plc
2.11%
25.30
-
1.85
2.74
1
Raytheon Company
2.15%
18.39
17.60
3.73
1.63
2
Illumina Inc.
-
55.96
50.93
14.41
13.13
0.25
American Airlines Group Inc.
0.94%
6.03
6.66
7.46
0.64
2
Mylan N.V.
-
30.72
10.89
2.7
2.95
1



Die größten Dividenden Wachstumswerte des 4. Quartals 2015

Unternehmen
Rendite
KGV
KGV Erw.
KBV
KUV
Dividenden Wachstum in %
AT&T, Inc.
5.58%
40.01
12.28
1.67
1.52
2.13
Pfizer Inc.
3.72%
24.09
13.67
2.98
4.16
7.14
Visa Inc.
0.72%
30.06
23.13
6.31
13.57
16.67
The Walt Disney Company
1.35%
21.44
16.90
3.96
3.31
7.58
Merck & Co. Inc.
3.48%
14.09
14.09
3.26
3.71
2.22
Amgen Inc.
2.46%
19.39
15.24
4.39
5.71
26.58
Bristol-Myers Squibb Company
2.21%
64.90
30.07
7.61
6.94
2.7
MasterCard Incorporated
0.78%
29.96
24.99
17.54
11.43
18.75
McDonald's Corp.
3.01%
25.52
22.11
13.23
4.23
4.71
CVS Health Corporation
1.74%
21.97
16.77
2.93
0.73
21.43
NIKE, Inc.
1.02%
30.34
25.23
7.96
3.40
14.29
The Boeing Company
2.52%
18.16
15.34
14.59
1.00
19.78
AbbVie Inc.
3.85%
34.64
11.83
20.15
4.42
11.76
Eli Lilly and Company
2.42%
37.95
22.98
5.88
4.74
2.0
Starbucks Corporation
1.33%
32.98
27.51
15.31
4.65
25.0
Honeywell International Inc.
2.30%
18.11
15.75
4.55
2.05
14.98
Abbott Laboratories
2.32%
26.73
18.86
3.18
3.27
8.33
Simon Property Group Inc.
3.29%
36.34
33.19
13.84
11.61
3.23
The Dow Chemical Company
3.57%
14.07
14.64
2.89
1.15
9.52
Enterprise Products Partners L.P.
6.02%
20.30
17.57
2.5
1.65
1.32

Wie seht ihr die aktuellen Entwicklungen an den Finanz Märkten? Wird 2016 ein gutes Aktienjahr oder werden wir einen Crash erleben? Hinterlasst einfach einen kleinen Kommentar und teilt mir mit wie eure Marktmeinung aussieht. Vielen Dank!

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