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Sonntag, 26. November 2017

Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind? Ein Gastartikel von Alexander Kelm

Heute gebe ich einen talentierten Value-Investing Blogger, Alexander Kelm, die Möglichkeit hier zu publizieren. 

Alexander schreibt für den Blog Value Investing Chronicle, in dem vieles über die großen Value Investoren wie Benjamin Graham, Warren Buffett, Charlie Munger, Joel Greenblatt, Mohnish Pabrai und Philip Fisher zu lesen ist. Besucht einfach mal den Blog.

Der heutige Artikel ist etwas mehr auf eure Interessen, den Dividenden und Wachstum, zugeschnitten. Es geht um die Thematik, warum Dividenden für Langfrist-Anleger so wichtig sind und welche Wirkungen der "Cost Average Effect" auf das Portfolio hat.


Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind?

Die meisten Anleger konzentrieren sich auf den Preis einer Aktie. Sie hoffen die Aktie günstig zu kaufen und wenn sie steigt mit einer hohen Marge wieder zu verkaufen.

Das solltest du erst gar nicht versuchen. Der Grund: Du bist nicht in der Lage, eine bestimmte Aktie auf lange Sicht an den Finanzmärkten mit Gewinn zu verkaufen. Das ist Spekulation und kein Investieren. Dafür solltest du dich lieber mehr mit den Dividendenausschüttungen der Firmen beschäftigen. Dividendenzahlungen realisieren dir ein passives Einkommen, das du jeder Zeit behalten oder in neue Aktien reinvestieren kannst.

Was sind überhaupt Dividendenzahlungen? Einfach gesagt, sind es ein Teil der erwirtschaften Gewinne eines Unternehmens, die an die Aktionäre jährlich oder quartalsweise pro Aktie aus- geschüttet werden. Zum Beispiel, wenn eine Dividende 50 Cent beträgt und du 100 Aktien besitzt, dann erhältst du 50 Euro Dividende. Wenn du 1.000 Aktien besitzt, erhältst du 500 Euro und so weiter.

Ein Einkommen fürs Leben

Momentan zahlen alle Unternehmen des S&P 500 ungefähr eine durchschnittliche Dividende von 2% an die Aktionäre aus. Einige der Firma in diesem Index zahlen höhere Dividenden, andere wiederrum keine. Darum liegt der Durchschnitt etwa bei 2%.

Wenn du ein Aktienportfolio von einer Million Euro hättest und dieses Portfolio spiegelt alle Unternehmen des S&P 500 wider, dann würdest du pro Jahr ein Einkommen von 20.000 Euro nur durch diese Aktien generieren. Das ist nicht schlecht, oder?

Mit der Zeit investieren vor allem Rentner in Dividendenaktien. Sie begünstigen am meisten die langweiligen Aktien mit überdurchschnittlichen Dividenden, wie zum Beispiel die Versorgungsunternehmen, Banken und Arzneimittelhersteller.

Für den Altersanleger sind die Dividendenzahlungen ein wichtiger Bestandteil seines Einkommens. Reinvestierte Dividenden und Anleihezinszahlungen sorgen dafür, dass sich ein gut geführtes Portfolio etwa alle zehn Jahre verdoppelt. Alle verdienten Euros werden reinvestiert und wachsen für dich weiter.

Automatisierter Vermögensaufbau

In der Zwischenzeit automatisiert sich der Cost Average Effect, den du benötigst, um das Investment-Spiel auf lange Sicht zu gewinnen.

Unternehmen können und werden Dividendenzahlungen kürzen, aber viele Blue-Chip-Firmen sind ziemlich stolz darauf, ihre Dividende jahrzehntelang ohne Unterbrechung gehalten und sogar stetig gesteigert zu haben.

Die Macht der Dividenden zu verstehen, gibt dir auf zwei Arten einen Vorsprung vor dem kurzfristigen Anleger. Du gerätst weniger in Panik, wenn eine Dividendenaktie im Nennwert fällt. Schließlich ist ein niedrigerer Preis eine Chance, mehr dividendenzahlende Aktien für weniger Geld zu bekommen.

Darüber hinaus dürfte sich der aktive Händler auf neue Unternehmen konzentrieren, die überhaupt keine Dividenden zahlen. Das ist einer der Gründe, warum die Blue Chips weitaus weniger volatil sind. Es gibt weniger heißes Geld, um sie zu jagen.

Für ein Rentenportfolio ist die Jagd nach Rendite Zeitverschwendung und ein sehr hohes Risiko. Betrachte stattdessen, wer seine Dividenden stetig zahlt, der lässt auch dein Portfolio stetig gedeihen. 

Warum Dividendenzahlungen so wichtig sind? Ein Gastartikel von Alexander Kelm, Autor und Blogger von VALUE INVESTING CHRONICLE.

Dienstag, 16. September 2014

Tipps für die Geldanlage: 3 wichtige Punkte, die man bei der Aktienbewertung beachten sollte

Gastartikel der Finanzseite "meinegeldanlage.com". Wer sein Geld in Aktien investieren möchte, sollte sich schon früh mit der Bewertung von Aktien auseinandersetzen. Eine genaue Aktienanalyse ist entscheidend für den Börsenerfolg einer Anlage. 

Verschiedene Formen der Bewertung sind notwendig, um den aktuellen Wert, die zukünftige Entwicklung sowie den Zeitpunkt für den Kauf und Verkauf eines Wertpapiers zu prognostizieren.

Die 3-Punkte-Bewertung
Für den Start in die Welt der Börse sollten wichtige Aspekte besonders beleuchtet werden. 

Diese drei Punkte sind für die Beurteilung von Aktien unerlässlich: 

- Unternehmenswert
- Kursentwicklung 
- Aktienpreise

Der Unternehmenswert 
Um den Wert einer Aktie zu beurteilen, ist der Wert des Unternehmens zu ermitteln.

Unterbewertete Firmen bergen ein steigendes Kurspotenzial. Bei überwerteten Firmenwerten sind Kursgewinne möglich, aber unwahrscheinlich. Doch nicht immer reagiert der Markt an der Börse, wie man sich das wünscht. 

Kursentwicklung
Der Blick auf die Charts, die Kursentwicklung, die historische Entwicklung eines Aktienkurses kann grafisch mithilfe von Charts veranschaulicht werden. 

Die Charts basieren auf Kursen innerhalb einer zeitlichen Periode. Die periodenweise Kursentwicklung wird für Prognosen herangezogen. Unterschiedliche Bezugspunkte können die Auswertung erschweren. 

Preise und Optionen - der Aktienkurs 
Der Aktienkurs ist der an der Börse gehandelte Preis für eine Aktie. Man unterscheidet zwischen den Ankaufs- und Verkaufspreisen, die im Börsenjargon mit Geld und Brief bei der Kursnotierung bezeichnet werden. 

Für den Kauf ist der Geldwert, für den Verkauf der Briefwert maßgeblich. Weitere Details im kostenlosen E-Book unter www.meinegeldanlage.com

Fazit: Jedes Modell zur Bewertung von Wertpapieren hat seine Stärken und seine Schwächen. Kennt und berücksichtigt der Anleger beide Aspekte, sollten sich bei einer Geldanlage in Aktien bald erste Erfolge realisieren lassen.

Sonntag, 15. Juni 2014

Preis und Wert: Wo die Rendite für Investoren liegt...

Jeder von euch hat schon einmal den Unterschied zwischen Preis und Wert gehört. Im Kern geht es darum dass Preis etwas ist das man bezahlt und Wert etwas das man für den Preis bekommt.

Dabei kann es schon einmal vorkommen dass Preis und Wert nicht identisch sind. Wenn ein Investor ein Asset überbezahlt, dann bemisst er einen hohen Preis und bekommt dafür wenig Wert.

Solche Probleme gibt es nicht nur am Kapitalmarkt, sondern treffen uns in vielen Lagen des Lebens, beim Autokauf, dem Lebensmitteleinkauf...dem Versicherungsabschluss….etc.

Ich hatte vor kurzem ein altes Buch von Standard&Poor's aus dem Jahr 1997 herausgesucht und dabei mal die Bewertungskennzahlen großer U.S. Konzerne durch gestöbert.

Verglichen mit den dortigen Zahlen können wir heute definitiv nicht von einer Blase sprechen. Im Dividendenwachstumsbereich gab es viele Unternehmen die eine Rendite von gerade einmal 0,5% - 1,5% zahlten. Sicherlich waren die Ausschüttungsquoten etwas geringer und das Wachstum im Durchschnitt etwas höher aber die Tendenz war relativ klar: Es gab wenig Dividenden für Aktionäre aber hohe Preise die sie dafür zahlen mussten. Diese lagen zwischen 20 und 30, teilweise sogar über 50, gemessen am Earnings-Multiple!

Auffallend fand ich auch die Bewertungsspannen mit der Aktien gehandelt wurden: Innerhalb eines Jahres konnte man Aktien mit einem 10er KGV erwerben und diese für ein 17er KGV verkaufen. Wer zu hoch kaufte, der musste teilweise 5 Jahre mit einer Nullrendite auskommen. Bei einer 0,5% Dividendenrendite ist das kein wirklich gutes Investment.

Das Ganze hat mir wieder gezeigt dass es doch irgendwie wichtig ist nicht zu viel für Aktien zu bezahlen. Manchmal lohnt es sich einfach etwas zu warten bis der Preis und Wert nahe beieinander liegen. Bis dahin weiter frohes investieren...euer FraSee

Sonntag, 30. Juni 2013

Die Dividendenperlen der letzten Woche im Überblick

Manchmal habe ich das Gefühl dass es eine Korrelation der Sommermonate mit den Krisen am Kapitalmarkt gibt. Getreu der Börsenregel Sell in May and go away passieren die größten Krisen nach dem Sommer, im frühen Herbst. Es ist genau die Zeit wo die meisten Entscheider aus ihrem Langzeiturlaub kommen und mal wieder etwas aufräumen müssen.

Auch bei den Dividendenerhöhungen zeichnet sich im Moment so etwas wie ein Sommerloch ab. Letzte Woche gab es nur 9 Unternehmen und 3 Fonds die ihre Dividenden erhöhten.

Der größte Player war der U.S. Stromversorger Duke Energy. Der $40 Milliarden Konzern erhöhte seine Dividende um gerade einmal 2%. Alles andere hätte mich wohl auch verwundert.

Weitere Großunternehmen mit Dividendenwachstum sind der Restaurant Konzern Darden Restaurants sowie der U.S. Reit W.P. Carey & Co.

Hier sind die besten Dividendenwachstumswerte der letzten Woche
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Unternehmen
Dividenden
Wachstum
Mcap
KGV
KBV
KUV
Rendite
Duke Energy Corporation
2.0%
47.59B
20.39
1.16
2.17
4.53%
Darden Restaurants, Inc.
10.0%
6.53B
15.39
3.35
0.78
3.96%
W. P. Carey & Co. LLC
2.4%
4.56B
44.71
2.34
10.89
4.96%
Worthington Industries, Inc.
15.4%
2.21B
14.35
2.71
0.83
1.64%
Glacier Bancorp Inc.
7.1%
1.60B
19.99
1.75
6.55
2.52%
Matson, Inc.
6.7%
1.07B
18.12
3.75
0.67
2.40%
Pacific Coast Oil Trust
3.0%
695.65M
12.02
2.62
11.83
10.15%
Kayne Anderson Energy Development
1.1%
269.06M
10.95
1.09
24.91
6.79%
Wayne Savings Bancshares Inc.
14.3%
28.73M
16.69
0.72
1.88
2.84%



Zinsanpassungen:
25.06. Ungarn senkt Leitzins auf 4,25 % (- 0,25)


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Samstag, 25. Mai 2013

Kümmere dich nicht um die Dividenden, sondern um das Wachstum

Growth matters! Das ist eines meiner wesentlichen Erkenntnisse als Investor. Leider halten sich viel zu wenige Menschen an dieser Regel.

Ich höre von vielen Kapitalmarktakteuren dass sie eine gute Dividende suchen und nach Möglichkeit noch ein günstiges KGV ergattern wollen bei dem Kauf einer Aktie. Solche fundamental orientierten Investoren suchen die billigsten Aktien am Markt. Aber lasst mich eines dazu sagen: Es hat immer seinen Grund warum Aktien ein KGV von 5 haben bei einer 12% Dividendenrendite. 

Das beste Beispiel ist der ehemalige Dividenden Aristokrat Pitney Bowes. PBI ist im Konsum nahen Sektor angesiedelt. Pitney ist ein weltweit führendes Unternehmen in der maschinellen Postbearbeitung sowie der Software gesteuerten Dokumentenerstellung und -weiterverarbeitung. Das Unternehmen leidet etwas an dem digitalen Wandel, verfügt jedoch über Potential sich in der digitalen Welt zu etablieren. 

PBI rentierte über lange Zeit im zweistelligen Bereich bei einem KGV von 5-6. Vor kurzem kürzte das Unternehmen dann die Dividende, ein Prozess vor dem ich immer warnte. Zum Glück hatte die Verkündung keine großen Auswirkungen auf den Aktienkurs. Die Märkte hatte die ganze Zeit eine Dividendenkürzung in Kauf genommen.

Aktuell gibt es eine Dividende von 4,96% und das KGV liegt bei 8,39. Aber das Problem von PBI hat sich nicht geändert. Die Umsätze und Gewinne purzeln aufgrund der Digitalisierung des Postversands und der Veränderung der Briefwerbung. Belastend wirkt sich auch der hohe Schuldenberg aus.

Das Hauptproblem bei hoch rentierenden Aktien mit niedrigen KGV's - sogenannten High-Yields - ist, dass der Markt eine geringere Dividende erwartet sowie einen Gewinnrückgang. Etwas stimmt mit dem Geschäftsmodell nicht und ein normaler Anleger kann dieses Risiko sehr einfach nachvollziehen indem er tiefer recherchiert. Kritische Stimmen gibt es immer überall.

Aus meiner Sicht es es nicht entscheidend ob man kurzfristig eine hohe Rendite einfährt mittels Dividende, sondern dass das Unternehmen gesund ist und langfristig wächst. Erst das Wachstum und ein sich beschleunigendes Wachstum kann dem Investor Gewinne bringen. Es ist aus meiner Sicht besser eine Aktie zu haben die 1-2% Dividende zahlt aber dafür mit über 10% wächst im mittelfristigen Trend als eine die bei 5% rentiert aber nur mit 1% wächst oder sogar schrumpft. Langfristig werde ich mit Dividenden Wachstumswerten mehr Freude haben.

Wie seit ihr positioniert? Scheibt eine Nachricht und lasst mich wissen wo ihr eure Chancen seht.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Sell in May and go away? Der Sinn hinter der Börsenregel und Warum man ihr nicht folgen sollte

Es gibt eine oft zitierte Börsenregel: Sell in May and go away. Die Regel besagt dass man seine Aktien im Mai, also in diesem Monat verkaufen soll, weil sich in den kommenden Monaten die Aktien laut Regel schlecht entwickeln würden. Nachfolgend findet ihr einen Chart der S&P 500 Monats Performance seit 1960, publiziert auf Business Insider:



Die Grafik zeigt, dass die Sommer Monate eine sehr schwache Performance aufweisen. Durch eine Reduzierung des Investitionsvolumens könnte man daher gegenüber der Investoren Konkurrenz einen Performance Vorteil erzielen.

Eine andere Grafik, publiziert auf The Economic Times, zeigt dass sich in den letzten Jahren einige Investoren auf der ganzen Welt - im Beispiel Indien - danach gerichtet haben. Die Grafik zeigt die Mittelzuflüsse im Monat Mai seit 2004. In den letzten 9 Jahren gab es immerhin 6 Mai Monate mit Mittelabflüssen. Zufall?




Aus meiner Sicht ist es eine Frage der Strategie und des Glaubens. Ich denke wenn jemand ein Investor ist, der sich an Unternehmen beteiligt weil er am langfristigen Wachstum der Gesellschaft partizipieren möchte, der sollte nicht mit kurzfristigen Trading Strategien versuchen seine Rendite aufzupeppen.

Eine andere Regel die das nervöse und ziellose investieren etwas entgegenläuft heißt nämlich: Hin und Her macht Taschen leer!

Es spielt meiner Meinung nach keine Rolle ob man versucht seinen Einstandskurs noch etwas zu optimieren. Immerhin steht dem auch gegenüber dass man am Ende seine Aktien zu höheren Preisen wieder einbuchen muss sofern die Sommer Monate gut gelaufen sind.

Was denkt ihr über diese Regel? Handelt ihr nach ihr und wie erzielt ihr eure Rendite? Lasst es mich wissen und hinterlasst einen Kommentar auf dieser Seite oder schreibt mir einfach eine kleine Mail.

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