Samstag, 20. September 2014

Diese 15 Aktien zahlen jetzt höhere Dividenden - Microsoft, McDonalds, Kroger ...


Spannend war in der letzten Woche zu verfolgen wie in Schottland das Referendum für eine Unabhängigkeit von Großbritannien abgelehnt wurde.

Eigentlich Schade, denn Ökonomien die sich für eine Unabhängigkeit entschieden haben, entwickelten sich oftmals deutlich besser als das Mutterland.

Im Vorfeld wurde das Thema sehr heiß diskutiert, auch wenn deren makroökonomische Bedeutung nicht schwer gewichtig war. 

Die sozialistische Politprominenz aus Westminster machte sich endlich auch mal auf den Weg in den Norden des Landes, den sie ja so lange vernachlässigten.

Mit Versprechungen für mehr Sozialleistungen, Zuwendungen und natürlich Patriotismus zuhauf haben sie es schließlich wieder geschafft die Wählerstimmen für sich zu gewinnen und das doch sehr geschrumpfte Königreich vorerst vor einem weiteren auseinanderbrechen bewahrt.

Schaut man sich die Vergangenheit des Britischen Königreiches an, so könnte man heute prognostizieren dass dieses bis 2050 auf 80 Hektar um den Buckingham Palace zusammenschrumpft. 

Das könnte dich auch interessieren: Die Besten Dividenden Wachstumswerte aus Kanada

In den folgenden 100 Jahren könnte man dann sogar davon ausgehen dass nur noch der Innenhof der britischen Monarchen zum Königreich gehört, so spotteten zumindest einige angelsächsische Investoren über die Abstimmung.

Ich bin kein Politiker und möchte mich zu diesen Themen auch nicht gehaltvoll äußern aber in einigen Bereichen ähnelt die Politik sich doch sehr dem Aktienmarkt, auch wenn man sagt dass diese vollkommen anders funktionieren.

Freiheit und Wohlstand sind dabei zwei wesentliche Handlungsmotivationen der Menschen. Das Königreich konnte beides nicht in dem Maße liefern wie es die kapitalistische Sozialdemokratie verspricht.

Die europäische Wirtschafts-und Währungsunion scheint für viele das beste Konzept der modernen Gesellschaft  zu sein. Deutschland und Frankreich stellen dabei den sozialdemokratischen Anker Europas. 

Beides sind jedoch hoch verschuldete Länder die Probleme haben ihre öffentlichen Haushalte ausgeglichen zu halten.

Zusätzlichen Druck bekommen sie durch Wohlstandsmigranten die, in Hoffnung auf eine bessere Zukunft, sich im Bananen-Zentrum von Europa ansiedeln wollen.

Das ganze ist ein gefährliches Spiel wenn man sich überlegt welche Exportunternehmen den sozialen Wohlstand und auch den Zusammenhalt der Europäischen Union tragen sollen.

Das könnte dich auch interessieren: Diese Aktien haben in Europa das längste Dividendenwachstum

Anbei findet ihr wieder die Liste der Aktien mit Dividendenwachstum der letzten Woche. Ich hatte sie in den letzten Monaten weniger publiziert. Manchmal gibt es einfach Dinge die wichtiger sind. Trotzdem würde ich mich über ein kleines Feedback von euch freuen.

Unter den größten, verkündeten Aktienrückkäufen war Oracle herausragend. Das Unternehmen kündigte in der vergangenen Woche an zusätzlich eigene Aktien im Wert von $13 Milliarden zu erwerben. Klingt gut, das Problem ist aber dass das Unternehmen ohne seinen langjährigen Unternehmenslenker in der Zukunft auskommen muss. Oracle ist mit einer Gewichtung von 1,23% im Wikifolio Werte durch Aktienrückkäufe enthalten.

Ist Larry Ellison ein Steve Jobs? Ich denke nicht aber seine Strategie hat Oracle zumindest zu dem gemacht was es heute ist und das schwache Wachstum in der Cloud sollte eigentlich nicht zum Anlass genommen werden einen neuen CEO zu suchen.

Mit neuen Vorstanden und Strategien ist auch immer das Risiko verbunden dass diese vollkommen falsch sind. 

Ich habe solche Sachverhalte sehr häufig in der Vergangenheit beobachtet. Nicht immer wird dann frühzeitig die Reißleine gezogen wie es im Fall von HP war, wo der ehemalige SAP Chef Vorstandssprecher Léo Apotheker frühzeitig den Hut nehmen musste.

Dividenden Wachstum der Woche:

Unternehmen
Wachstum
Dividende
Börsen-
Wert $
KGV
KBV
KUV
Rendite
Microsoft Corporation
10,71%
391.56B
18.07
4.36
4.51
2.36%
McDonald's Corp.
4,94%
92.65B
17.09
5.77
3.27
3.43%
The Kroger Co.
12,12%
25.50B
16.93
5.04
0.25
1.27%
Iron Mountain Inc.
75,93%
6.88B
18.76
5.32
2.23
3.03%
W. P. Carey Inc.
4,44%
6.76B
45.63
1.85
9.36
5.29%
Covanta Holding Corporation
38,89%
2.81B
28.25
3.26
1.68
3.35%
IdaCorp, Inc.
9,30%
2.77B
15.76
1.47
2.15
3.12%
Sanderson Farms, Inc.
10%
2.09B
10.39
2.47
0.76
0.88%
Blackstone Mortgage Trust, Inc.
4,17%
1.35B
17.69
1.08
11.06
6.91%
WSFS Financial Corp.
25%
661.36M
12.10
1.53
4.33
0.65%
Washington Trust Bancorp Inc.
10,34%
578.83M
15.00
1.68
4.92
3.35%
Apollo Residential Mortgage, Inc.
4,76%
526.59M
6.79
0.66
3.64
10.23%
The First of Long Island Corporation
7,69%
337.45M
15.53
1.49
4.32
2.84%
Artesian Resources Corp.
4,17%
181.24M
22.01
1.46
2.60
4.20%
Frisch's Restaurants, Inc.
11,11%
136.23M
14.41
1.44
0.65
2.70%







Dienstag, 16. September 2014

Tipps für die Geldanlage: 3 wichtige Punkte, die man bei der Aktienbewertung beachten sollte

Gastartikel der Finanzseite "meinegeldanlage.com". Wer sein Geld in Aktien investieren möchte, sollte sich schon früh mit der Bewertung von Aktien auseinandersetzen. Eine genaue Aktienanalyse ist entscheidend für den Börsenerfolg einer Anlage. 

Verschiedene Formen der Bewertung sind notwendig, um den aktuellen Wert, die zukünftige Entwicklung sowie den Zeitpunkt für den Kauf und Verkauf eines Wertpapiers zu prognostizieren.

Die 3-Punkte-Bewertung
Für den Start in die Welt der Börse sollten wichtige Aspekte besonders beleuchtet werden. 

Diese drei Punkte sind für die Beurteilung von Aktien unerlässlich: 

- Unternehmenswert
- Kursentwicklung 
- Aktienpreise

Der Unternehmenswert 
Um den Wert einer Aktie zu beurteilen, ist der Wert des Unternehmens zu ermitteln.

Unterbewertete Firmen bergen ein steigendes Kurspotenzial. Bei überwerteten Firmenwerten sind Kursgewinne möglich, aber unwahrscheinlich. Doch nicht immer reagiert der Markt an der Börse, wie man sich das wünscht. 

Kursentwicklung
Der Blick auf die Charts, die Kursentwicklung, die historische Entwicklung eines Aktienkurses kann grafisch mithilfe von Charts veranschaulicht werden. 

Die Charts basieren auf Kursen innerhalb einer zeitlichen Periode. Die periodenweise Kursentwicklung wird für Prognosen herangezogen. Unterschiedliche Bezugspunkte können die Auswertung erschweren. 

Preise und Optionen - der Aktienkurs 
Der Aktienkurs ist der an der Börse gehandelte Preis für eine Aktie. Man unterscheidet zwischen den Ankaufs- und Verkaufspreisen, die im Börsenjargon mit Geld und Brief bei der Kursnotierung bezeichnet werden. 

Für den Kauf ist der Geldwert, für den Verkauf der Briefwert maßgeblich. Weitere Details im kostenlosen E-Book unter www.meinegeldanlage.com

Fazit: Jedes Modell zur Bewertung von Wertpapieren hat seine Stärken und seine Schwächen. Kennt und berücksichtigt der Anleger beide Aspekte, sollten sich bei einer Geldanlage in Aktien bald erste Erfolge realisieren lassen.

Mittwoch, 10. September 2014

Was Analysten und Investoren der Apple iWatch zutrauen - Gibt es neue Rekorde?

Apple hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Gegründet am 1. April 1976 von Steve Jobs, Ron Wayne und Steve Wozniak, erlebte das Unternehmen einen ersten Boom mit dem Apple II.

Nach mehreren, krisenhaften Jahrzehnten und wechselnden CEO's begann das Unternehmen mit seinem ehemals gefeuerten Gründer als reanimierten Krisenmanager wieder in die alte Erfolgsspur zurückzufinden. Startschuss war der iPod, ein tragbarer MP3-Player. 

Es folgten das iPhone, ein Minicomputer mit dem man auch telefonieren kann und das iPad, welches sich ziemlich schnell als die erfolgreichste Produktinnovation aller Zeiten herausstellte.

Kein anderes Wirtschaftsgut hatte sich seit Produkteinführung so schnell verbreitet wie das iPad. Insgesamt sollen bisher über 225 Millionen Einheiten verkauft worden sein. 

Das iPad machte aus Apple den erfolgreichsten Technologiekonzern des Silicon Valley, welcher auch sehr schnell mit $400 Milliarden Marktkapitalisierung die höchste Aktienkapitalisierung aller Zeiten erreichte.

Dabei wuchs auch der Cash-Bestand in schwindelerregende Höhen. Zuletzt, im Q3, 2014, wurden $37,8 Milliarden ausgewiesen; zusätzlich existieren noch $127 Milliarden an Investments.

Leider hatte ich die Apple Aktie etwas früh aus dem Wikifolio "Werte durch Aktienrückkäufe" verkauft. Mir waren damals die Unsicherheiten zu groß gewesen.

Das iPad war auch die letzte große Innovation unter dem Visionär Steve Jobs. Er starb am 5. Oktober 2011 in Palo Alto, Kalifornien.

Gestern wurde dann unter dem Nachfolger, Tim Cook, endlich eine neue Produktsparte offiziell ins Leben gerufen. Es handelte sich um die iWatch, eine Armbanduhr, die auch Körperfunktionen messen kann und wie die bisherigen Devices mit dem Internet verbunden ist.


Ich hatte mich öfters gefragt, wo der nutzen in diesem Produkt liegt. Als erstes kam mir dann in den Sinn dass es schon irgendwie nervt wenn man ständig sein großes Telefon aus der Tasche holen muss um zu schauen wie spät es ist oder zu überprüfen ob jemand eine Nachricht hinterlassen hat.

Das zweite wäre natürlich die Körperfunktionen zu messen. Ein Gerät das ständig die Körperliche Aktivität misst kann auch nützliche Informationen liefern wie man sich verhalten sollte, ob man Gesund ist oder man mehr Sport machen sollte.

Alles in allem ist es für mich noch nicht wirklich einsichtig ob sich die iWatch zu einer großen Innovation herauskristallisiert und den Schweizer Uhrenherstellern den "Garaus machen" kann.

Sollte man einigen Analysten trauen, könnte Apple es schaffen 40 Million Einheiten zu verkaufen. Das wäre verdammt viel. Die Frage ist nur über welchen Zeitraum?

Was denkt ihr, ist die iWatch ein Produkt das die Apple Markenbewertung noch steigern kann und die Erfolgsstory intakt hält? Hinterlasst einfach einen kleinen Kommentar auf meinem Blog FraSee-Investors.

Wie dem auch sei, Apple polarisiert und schafft es Menschen dazu zubringen ein ganz normales Produkt zu vergöttern. Allein das ist marketing-technisch schon eine Kunst für sich.

Stephen Colbert hat seine Sicht über die iWatch und den Hype um Apple Produkte und deren Vermarktung schon mal verlautet. Schaut euch mal das nachfolgende Video an.

Sonntag, 17. August 2014

13 Aktien die Warren Buffett überraschend kauft

Wie viele andere es tun, so verfolge auch ich beiläufig die Investment Aktivitäten der großen Investoren. Am 14. August war es dann wieder soweit: Ein Großteil der 13F Filings wurde veröffentlicht, unter ihnen war auch Warren Buffett's Berkshire Hathaway. 


Telekom und Kabel Unternehmen vom Meister gesucht


Im Großen und Ganzen gab es hier keine wesentlichen Veränderungen. Buffett setzt weiter auf Cable und Telecom. Er kaufte Charter Communications und stockte den kürzlich erworbenen Verizon Anteil um 36,09% auf.

Ich hatte vor einiger Zeit schon darauf hingewiesen dass Telekom Aktien relativ günstig erscheinen, gemessen am Cashflow. Zusätzlich stockte er den Anteil an Liberty Global auf.

Warren Buffett's letzte Investment Aktivitäten;
Quelle: http://warrenbuffettstockportfolio.com

Bei dem Charter Communications Kauf tappe ich allerdings noch etwas im Dunkeln. Gut, es ist nur ein $365 Millionen Investment, aber schaut euch mal die Fundamentaldaten an:

Bereinigtes Income Statement Charter Communications; Quelle: MSN Money

Naja, die Umsätze haben sich um fast 70% erhöht in den letzten 10 Jahren, aber wo sind die Gewinne? Auf den ersten Blick ist es ein eher untypisches Investment für Warren Buffett. Für mich wäre es jedenfalls nichts.


General Motors Anteil wird aufgestockt


Auch uninteressant wäre für mich das GM Investment, welches er um 9,86% erhöhte. Mit Sicherheit hat GM eine starke Position im amerikanischen Automarkt und setzte zuletzt rund $155 Milliarden um, ein Wert der sogar über dem von Ford mit $147 Milliarden lag.

Jedoch mag ich die Schwankungen und die hohen Investitions-Anforderungen des Automobilsektors nicht. Wahrscheinlich achtet Warren Buffett hier eher auf die großen Eintrittsbarrieren; aber mit VW haben wir ja schon gesehen dass es auch für größere Konzerne möglich ist in Amerika auf Kosten der einheimischen Marken zu expandieren.

Vielleicht ist aber auch die Bewertung von aktuell rund $54 Milliarden einfach nur spannend. Im Jahr 2011 hatte es GM zumindest geschafft $9,2 Milliarden Gewinn zu machen. Das erwartete KGV liegt bei 7,42.


Big Four bestimmen weiter die Performance


Dominant bleiben auch weiter seine Big 4 (Wells Fargo, Coca Cola, American Express und IBM). Diese 4 Positionen machen rund 63,6% des Portfolio Vermögens aus.

Wie seht ihr die aktuellen Bewegungen im Portfolio von Warren Buffett? Würdet ihr genauso handeln?

Sonntag, 10. August 2014

Adidas - Der Fluch der hohen Erwartungen

Der folgende Beitrag ist von einem talentierten Blogger der sich auf Value Aktien spezialisiert hat. Der Artikel bezieht sich auf den starken Kursverfall von Adidas in den letzten Tagen. Im Internet findet ihr seinen Blog und mehr gehaltvolle Artikel zum Thema Value und Bewertung unter www.preis-und-wert.com. Schaut einfach mal rein.

Etwas vorab zu mir: Hallo, ich bin Tobias, Student, und schreibe hier als Gastautor, betreibe aber meinen eigenen, oben genannten Aktienblog über die Aktienbewertung und das Value Investing. Ich freue mich natürlich über Besucher und Kommentare von euch!

Für Adidas-Aktionäre müssen die letzten Tage ein Schock gewesen sein. Nachdem man zum Jahreswechsel noch mehr als 90€ je Aktie zahlen musste, war der Kurs schon auf 70 abgesackt - trotz der erfreulichen WM - und dann noch eine Gewinnwarnung am Donnerstag. 

Als Reaktion gibt es den größten Tagesverlust, den die Adidas-Aktie jemals erleiden musste, und der Kurs rauscht auf unter 60€ hinunter. Dabei stellt sich die Frage: warum geht es gerade hier so stark abwärts? Ist das begründet oder bieten sich für den langfristig denkenden Anleger Chancen? Zunächst einmal sollte man sich als Anleger immer stärker an den Fakten orientieren, als an der Reaktion der anderen. Also hier die Entwicklung:


2010 2011 2012 2013 2014 neu (alt)
Umsatz [Mio €] 11990 13322 14883 14492 15360 (15650)
Gewinn [Mio €] 567 613 526 787 650 (880)

Die alten Prognosen für 2014 (in Klammern) beziehen sich dabei auf den Mittelwert des angepeilten Gewinns (830-930 Mio.) und ein Umsatzwachstum von 8% (hohes einstelliges Umsatzwachstum) , die 15360 der neuen Prognose entsprechen 6% Wachstum. Zu beachten ist, dass die Prognosen währungsbereinigt abgegeben wurden. 

Die beklagten Währungsverluste führen zu zusätzlich schwächeren Zahlen bei Umsatz und Gewinn - die Währungskurse sind aber auch nicht vom Management zu prognostizieren. Mein Blick auf die Zahlen sagt nun: der Gewinn bleibt im Mittelwert der vergangenen Jahre, also schön und stabil, der Umsatz wird solide weiter gesteigert. Die Reaktion des Marktes sagt aber: Adidas ist plötzlich 2 Milliarden Euro weniger wert!

Ist das tatsächlich der Fall? Nun ja, man sagt an der Börse werden Zukunftsaussichten gehandelt. Wenn man für die nächsten 10 Jahre weiter in jedem Jahr mit einem um 200 Millionen geringer ausfallenden Gewinn rechnet, also die Anpassung fortschreibt, ist das sogar realistisch. Allerdings dürfte der Markt auch das Potential sehen, dass die momentanen Probleme behoben werden. 

Wenn das passiert, dann sind auch schnell wieder höhere Gewinne möglich. Die naheliegendste Vermutung, um diesen Kurssturz zu erklären, ist aber eine andere: die Erwartungen an Adidas waren einfach übertrieben hoch. Viele dürften gehofft haben, dass die WM einen zusätzlichen Schub zu den Verkaufszahlen liefert, gerade weil ja Deutschland als Weltmeister von Adidas ausgerüstet wird. 

Einige dürften auch noch das Ziel, 2015 schon 17 Milliarden umzusetzen im Kopf gehabt haben. Daran, dass eine WM aber auch enorme Werbekosten verursacht, und dass das Management die WM-Effekte schon voll eingeplant haben könnte, muss man natürlich auch denken. 

Die Frage ist daher: Was hätte gerechtfertigt, im Januar bei 90 € in die Adidas-Aktie einzusteigen, also Adidas mit über 18 Milliarden € zu bewerten? 

Eigentlich nur die Hoffnung, auf noch schnelleren Gewinnanstieg als selbst die Unternehmensleitung es für realistisch hielt. Natürlich sind die langfristigen strukturellen Aussichten für Adidas hervorragend, aber das sind sie heute genau wie vor einem halben Jahr. In meinem Blog habe ich die langfristigen Vorteile, die allgemeine Börsensituation und die Lage bei Adidas im Artikel "Kursrutsch: Sollte man jetzt Adidas-Aktien kaufen?" genauer beschrieben. 

Schaut zum weiterlesen gerne auch da vorbei! 

Fazit: Die Erwartungen auf steigende Gewinne können die Kurse stark nach oben treiben. Aber je mehr die Erwartung gehandelt wird, desto stärker ist die Gefahr eines Rückschlags, wenn diese enttäuscht wird. Bei der aktuellen Bewertung des Aktienmarktes könnte es noch einigen Firmen ähnlich ergehen. Ich wünsche euch, dann nicht die leidtragenden zu sein!

-------------

Möchtest du auch einen Gastartikel veröffentlichen? Dann los, schreibe mir eine Nachricht und mache einen Themenvorschlag.

Montag, 4. August 2014

Warum die Aktienmärkte fallen...Adidas und Fuchs Petrolub von Verkäufen geplagt

Wenn die Angst um sich geht.....kann es für Investoren gefährlich werden. "Gier frisst Hirn" ist ein weit verbreitetes Sprichwort am Kapitalmarkt und es scheint wohl ganz gut zu beschreiben was in den letzten Jahren passierte.

Der Leitsatz bezieht sich auf den Trieb mehr Gewinne zu machen und dabei das Risiko und die Kontrolle über das was man da eigentlich tut vollkommen aus den Augen verliert.


Der Gegenpart zur Gier ist die Angst. Diese lässt die Aktionäre in den letzten Wochen nicht mehr los. Es hat sich jetzt scheinbar rumgesprochen dass Aktien nicht mehr günstig sind. Jeder weiß es, aber Alle machen munter weiter. 


Analysten prognostizieren für Anfang/Mitte 2015 steigende Zinsen von den großen Zentralbanken. Meist ist ein solcher Prozess der Anfang einer Zinswende die irgendwann der Hausse am Markt die Luft ausgehen lässt oder auch eine Blase zum Platzen bringen kann; welche das auch immer sein mag.


Auffallend ist jedenfalls wie stark Unternehmen abgestraft werden wenn eine Prognose kassiert wird. Adidas wurde am letzten Donnerstag mit 16% verprügelt weil sie ihre Gewinnprognose gesenkt haben und die mittelfristigen Ziele aufschoben.


Wie man aus dem angelsächsischen Raum hören konnte wurde Adidas bei Goldman Sachs 
von der Conviction Buy List entfernt, andere Banken handelten ähnlich.

Fuchs Petrolub verlor am Freitag Morgen nach einer Gewinnwarnung zu Handelsbeginn über 10%, konnte sich jedoch wieder ins Plus retten. 


Die Liste der Aktien die wahrlos aus dem Portfolio gefeuert werden um das Risiko zu reduzieren lässt sich leicht fortsetzen. Dabei spielen der Nahost-Konflikt und die Ukraine-Krise nur bedingt eine Rolle.


Meist sind es Technologiewerte wie Amazon oder solche bei denen die Messlatten ohnehin sehr hoch lagen. Was auch immer hinter den Angstverkäufen steckt, der Dow Jones fiel letzte Woche unter dem Jahrespunktestand vom 31. Dezember 2013 und hat damit bisher eine Nullrendite für das Jahr 2014 erreicht.

Die Frage ist, wie geht es jetzt weiter? Was denkt ihr...kriegen wir eine positive Rendite zum Jahresende oder fällt der Dow weiter?

Euer FraSee

Donnerstag, 31. Juli 2014

Diese 10 Konzerne haben die größten Bargeldreserven (Microsoft, General Electric, Google, Apple)

Wenn Unternehmen Cash horten ist es in der Regel ein gutes Zeichen für Investoren, besonders wenn der Barbestand weiter wächst. 

Apple ist derzeit wohl ein Musterbeispiel für ein Unternehmen das sich wie eine Goldmine darstellt und deutlich Barmittel generiert. 


Das Unternehmen hat mittlerweile auch damit begonnen seine Mittelzuflüsse über Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen an die Aktionäre weiterzureichen.


Als ich mir vor kurzem den Cash & Investment Quarterly Report von Factset durchgelesen habe wurde auch dort wieder deutlich dass die größten finanziellen Reserven im Gesundheits- und Technologie-Sektor schlummern.


Der Technologiesektor hält laut Studie 37% der Cash-Reserven und häufte im letzten Quartal 10,8% mehr Kapital an während der Gesundheitssektor 16% Cash hält. Der Betrag wuchs jedoch um 15%. 


Die stärksten Cash-Sammler sind wohl hier die großen Pharmakonzerne wie Pfizer. Dieser wollte bereits einen Teil seiner Offshore Gelder verwenden um für $100 Milliarden den britischen Onkologie und Herz/Kreislauf Pharmaka Spezialisten AstraZeneca zu kaufen. 


Der Deal sollte im Rahmen einer Tax-Inversion über die Bühne gehen um einen besseren Unternehmenssteuersatz zu ergattern. Letztlich ist die Übernahme an den britischen Sozialisten und der Knausrigkeit der Amerikaner gescheitert.



Top 10 Konzerne nach Cash Bestand...Technologie dominiert...

Unternehmen Cash im letzten Quartal in Mrd.
Microsoft Corporation  $88,425 
General Electric Company  $87,047 
Google Inc.  $59,379 
Cisco Systems, Inc.  $50,469 
Apple Inc.  $41,350 
Oracle Corporation  $37,225 
Ford Motor Company  $36,529 
Pfizer Inc.  $33,881 
General Motors Company  $29,430 
Johnson & Johnson  $29,392 


Quelle: FactSet

In der FactSet Studie horten die S&P 500 Konzerne rund $1,3 Billionen. Über ein Jahr gesehen ist der Betrag um 6,6% angestiegen. Die Börsennotierungen stiegen um 25,4%; alles ex-Financials.



Cash ist nicht alles!


Es ist gut ein Geschäftsmodell zu haben das nicht nur Gewinne produziert sondern auch Cash erzeugt welches nicht zwingend reinvestiert werden muss. 

Diese Mittel sollten natürlich nicht nur im Sinne der Aktionäre sinnvoll eingesetzt werden sondern auch in die Unternehmenszukunft investiert werden.

Ob dabei eine Dividende, ein Aktienrückkauf oder ein operatives Investment getätigt wird sollte im Rahmen des Shareholder Value geprüft werden.

Wichtig ist aus meiner Sicht das die Werte im Unternehmen erhalten bleiben und weiter entwickelt werden.

Haltet ihr auch Unternehmen die große Bargeldreserven vor sich her schieben? Hinterlasst einfach einen kleinen Kommentar und wir diskutieren die Unternehmen.

Euer FraSee!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Ein Kurs-Verdoppler in nur vier Tagen? Wie GoPro Investoren begeistert

An der Nasdaq in Amerika gibt es viele neue Stars die sich in den letzten Jahren vom Start-Up zu einem Milliarden Unternehmen entwickelt haben. Für viele Investoren ist es ein Ort an dem man stark wachsende Unternehmen finden kann, Unternehmen die neue Ideen und Technologien haben und damit ganze Industrien verändern können.

Das aktuelle Star-Unternehmen ist GoPro, ein Hersteller von Kameras für Outdoor Sportler wie Surfer, Mountainbiker oder Fallschirmspringer.

Zuletzt verkaufte das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen für rund eine Milliarde US-Dollar. Dabei wurde ein Gewinn von rund $60 Millionen erzielt. Seit 2011 schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen. Das ist sehr gut, besonders wenn man sich anschaut wie profitabel GoPro wächst. In nur drei Jahren hat es den Umsatz mehr als vervierfacht.

Das einzige Problem an dem Unternehmen ist jedoch wieder die Bewertung. Innerhalb von vier Tagen nach Erstorientierung hat sich die Bewertung fast verdoppelt. GoPro wird jetzt mit rund $5 Milliarden bewertet. Das KGV beläuft sich auf über 80 und das Kurs/EBITDA-Verhältnis liegt bei 45!

GoPro, bereinigtes Income Statement. Quelle: MSN Finance

Manchmal ist es schon erschreckend zu sehen wie sehr einige Investoren im Börsenrausch sind. Unternehmensbewertungen die in so kurzer Zeit stark steigen sind oftmals spekulativ getrieben. Angebot und Nachfrage bestimmen aber letztendlich den Preis, so ist es auch bei Aktien. Hoffentlich geht GoPro nach ein paar Jahren nicht die Puste aus und die Investoren behalten Recht.

Was haltet ihr von GoPro? Habt ihr auch schon die tollen Kameras gekauft?



-----------
Disclosure: Ich halte keine Aktien oder Derivate/Obligationen von GoPro. Auch plane ich keine Long/Short Aktivitäten auf das Unternehmen in den nächsten 72 Stunden. Ich erhalte keine Bezahlung für das Schreiben über Investment Themen oder über spezielle Aktien.

Montag, 23. Juni 2014

Tesla Motors: Eine spannende Wette auf das Massen-Elektroauto?

Eines der High-Fly Investments am Markt ist aktuell Tesla Motors. Das Unternehmen möchte das Elektro-Auto als Massenprodukt am Markt platzieren und damit eine neue Ära der Automobilindustrie einleiten.

Das Ganze hört sich nicht nur sehr gewagt und riskant an, das ist es auch. Mit Sicherheit ist die Idee eines Elektroautos gut, denn man kann damit die Emissions- und Lärmbelastung in den Städten deutlich senken. 

Auch technisch können E-Autos an den Leistungen der bisherigen Verbrennungsmotoren ganz gut anknüpfen nur würde das generelle Problem des CO2 Ausstoßes und der Erderwärmung nicht gelöst wenn der Strom weiter aus Kohle und Öl hergestellt wird. 

Tesla erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von $73.000 bei einem Verlust von $78,2 Millionen. Im letzten Jahr wurde ein Umsatz von $2 Milliarden erzielt, aber der Verlust betrug immer noch $74 Millionen.

Wie man gut sehen kann gibt es eine gewisse Nachfrage nach teuren E-Autos jedoch kann erst ab einer gewissen Stückzahl gewinnbringend produziert werden. 


Tesla Motors Bereinigtes Income Statement, Quelle: MSN Money

Bis heute hat Tesla nur Verluste erzielt und lebt von Zukunftsvisionen und dem Vertrauen der Investoren. Diese bezahlen heute rund $25 Milliarden für die Visionen von Elon Musk, der permanent steigende Absatzzahlen präsentieren muss. Zum Vergleich: BMW ist mit rund EUR 60 Milliarden bewertet, liefert aber EUR 76 Milliarden Umsatz und über EUR 5 Milliarden Gewinn.

Das ganze Projekt ist aus meiner Sicht eine extrem riskante Wette, denn sie funktioniert nur wenn genügend Menschen Tesla Autos kaufen. Diese sind aber noch viel zu teuer für die breite Masse.

Meiner Meinung fehlt bei dem Ganzen auch die Diskussion über die Energiekosten je Kilometer. In den Medien wird nie darauf eingegangen dass Strom auch Geld kostet und Batterien aufgeladen werden müssen. Das Fahren wird also nicht kostenlos, auch wenn Elon kostenlose Tankstellen in ganz Amerika anbieten möchte nur um sein Auto für die Masse attraktiv zu machen.

Elon plant zudem für rund $5 Milliarden eine Giga-Fabrik zu bauen in der billige Batterien in hoher Stückzahl produziert werden. Das Ganze soll die Kosten des E-Vehikels deutlich senken. Zudem werden Patente des Unternehmens freigegeben um den Tesla Batterie Standard weltweit zu etablieren.

Wie seht ihr das Tesla Investment? Ich bleibe sehr skeptisch bei dem ganzen Projekt besonders wenn ich mir überlege mit welchem Risiko/Chancen Profil hier gearbeitet wird und welche Preise dafür gezahlt werden. Eurer FraSee.

-----------

Disclosure: Ich halte keine Aktien oder Derivate/Obligationen von Tesla Motors. Auch plane ich keine Long/Short Aktivitäten auf das Unternehmen in den nächsten 72 Stunden. Ich erhalte keine Bezahlung für das Schreiben über Investment Themen oder spezielle Aktien.

Sonntag, 15. Juni 2014

Preis und Wert: Wo die Rendite für Investoren liegt...

Jeder von euch hat schon einmal den Unterschied zwischen Preis und Wert gehört. Im Kern geht es darum dass Preis etwas ist das man bezahlt und Wert etwas das man für den Preis bekommt.

Dabei kann es schon einmal vorkommen dass Preis und Wert nicht identisch sind. Wenn ein Investor ein Asset überbezahlt, dann bemisst er einen hohen Preis und bekommt dafür wenig Wert.

Solche Probleme gibt es nicht nur am Kapitalmarkt, sondern treffen uns in vielen Lagen des Lebens, beim Autokauf, dem Lebensmitteleinkauf...dem Versicherungsabschluss….etc.

Ich hatte vor kurzem ein altes Buch von Standard&Poor's aus dem Jahr 1997 herausgesucht und dabei mal die Bewertungskennzahlen großer U.S. Konzerne durch gestöbert.

Verglichen mit den dortigen Zahlen können wir heute definitiv nicht von einer Blase sprechen. Im Dividendenwachstumsbereich gab es viele Unternehmen die eine Rendite von gerade einmal 0,5% - 1,5% zahlten. Sicherlich waren die Ausschüttungsquoten etwas geringer und das Wachstum im Durchschnitt etwas höher aber die Tendenz war relativ klar: Es gab wenig Dividenden für Aktionäre aber hohe Preise die sie dafür zahlen mussten. Diese lagen zwischen 20 und 30, teilweise sogar über 50, gemessen am Earnings-Multiple!

Auffallend fand ich auch die Bewertungsspannen mit der Aktien gehandelt wurden: Innerhalb eines Jahres konnte man Aktien mit einem 10er KGV erwerben und diese für ein 17er KGV verkaufen. Wer zu hoch kaufte, der musste teilweise 5 Jahre mit einer Nullrendite auskommen. Bei einer 0,5% Dividendenrendite ist das kein wirklich gutes Investment.

Das Ganze hat mir wieder gezeigt dass es doch irgendwie wichtig ist nicht zu viel für Aktien zu bezahlen. Manchmal lohnt es sich einfach etwas zu warten bis der Preis und Wert nahe beieinander liegen. Bis dahin weiter frohes investieren...euer FraSee

Melde dich hier an um alle meine Nachrichten per Mail kostenlos zu erhalten.