Freitag, 28. Juni 2013

Gastartikel: Ein Marko Überblick über die letzten Kapitalmarktkrisen und die Strategie von Marco Lermer

Heute möchte ich einen Gastartikel von Marco Lermer mit euch teilen. Marco ist auch bei Wikifolio und hat dort ein paar Zertifikate aufgelegt. Der Artikel enthält subjektive Meinungen des Autors und stellt keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.

Nun hat es sich gezeigt, dass der ultralockeren (expansiven) Geldpolitik, der westlichen Zentralbanken nicht jeden "Schwarzen Schwan" abwehren können. Der chinesische Kreditmarkt scheint in Schwierigkeiten zu geraten und mit ihm die hoch verschuldeten Unternehmen, Banken und das Wirtschaftswachstum.

Was also tun? Liquidität bereitstellen für die Institute um Zusammenbrüche zu verhindern, auch mit der Gefahr, das Lebensmittel unbezahlbar werden, derzeit noch in China, vielleicht bald weltweit? 

Denn der Anbau von Nahrungsmittel wird durch Biosprit und Solarparks ersetzt, da diese mehr Profite abwerfen, aber nun, nach diesem Abschweif, wieder zurück zum eigentlichen Thema.

Der Neue Markt Crash und seine Folgen


Rufen wir uns, nur für einen kurzen Augenblick, den "Neuen Markt Crash" ins Gedächtnis zurück. Fällt uns kein Unterschied zu den neuartigen Krisen auf außer das immer noch schwerere Rezessionen mit immer noch mehr Geldmittel und auch einen längeren Zeitraum wie noch zu früheren Zeiten von den Notenbanken zur Verfügung gestellt werden? 

Der "Neue Markt" war durch virtuelle Unternehmen die überhaupt kein Geld einnahmen, außer dem durch Aktien Verkäufe und Spekulationen mit eigenen Aktien, gekennzeichnet.

Die Unternehmen aus dem IT-Bereich, die noch bis heute bestehen als hätte es den "Neuen Markt Crash" niemals gegeben, sind die einzigen die wirklich Geld verdient haben und auch noch ohne unvorhergesehene Tatsachen in der Zukunft Geld verdienen können. 

Die anderen Unternehmen mussten aus dem Markt verschwinden, das ist auch genauso geschehen.

Jeder Crash führt zu neuen Geldschwemmen


Die Geldschleusen der Zentralbanken, wurden nach dem Crash geöffnet und es ist zu einer Liquiditäts-Hausse, mit stark ansteigenden Kursen gekommen.

Das Geld lief wieder rund und suchte seine Anlage- und Gewinnmöglichkeiten und erschuf dadurch, über Jahre hinweg aufgebaut, eine noch größere Krise auf dem "Amerikanischen Immobilienmarkt".

So musste es dann auch kommen. Die Haushalte waren viel zu hoch verschuldet und hatten keine nennenswerten Sicherheiten für die aufgenommenen Schulden vorgehalten. Diese Hypotheken-, Kreditkarten- und Konsumentenkredite wurden dann in Wertpapieren verbrieft. 

In diesen Papieren fanden sich bessere und schlechtere Kredite, die unterschiedlich starke Ausfallwahrscheinlichkeiten gehabt haben. Diese verbrieften Schulden in den Wertpapieren wurden weltweit an institutionelle Anleger, wie beispielsweise Banken verkauft. 

Aufgrund der eintretenden Marktübersättigung ging die Nachfrage nach Immobilien, Wohnraum und Grundstücken verloren.

Aber auch immer weiter ansteigende Zinsen, die nach der Liquiditätserhöhung im Zuge des "Neuen Markt Crashs" folgten, verteuerten die neu aufgenommenen Kredite da einige oder die meisten der schon vorhandenen Kredit- und Hypothekenverträge keinen fest zu bezahlenden Zins gehabt haben sondern einen, der sich nach oben und unten anpassen kann.

Steigende Zinsen bei variablen Kreditverträgen waren ein zu großes Risiko


Durch die stetigen Zinserhöhungen der Notenbank in Amerika, stiegen also auch die Zinszahlungen der Kreditnehmer zwangsläufig mit an.

Die aktuelle Situation ist also abermals fast genau die gleiche wie schon einmal zu früheren Zeiten, um die Jahrtausendwende.

Für für einen Crash spielt es überhaupt keine Rolle welche Vermögenspreise und Anlageklassen überbewertet sind und auch nicht warum. Ob durch die Geldschöpfung, Deficitspending und Verschuldung oder aus anderen Gründen. 

Das Problem weshalb es große, immer wiederkehrende Marktverwerfungen geben wird, ist eine zu hohe und übertriebene Geldschöpfung. Das geschöpfte Geld, das auf einer großen Verschuldung basierte, suchte nach Anlagemöglichkeiten, auf dem "Neuen Markt".

Als aber die Nachfrage nach Aktien gefallen ist, aufgrund steigender Zinsen und Gewinnmitnahmen, blieben die Kredite auf der einen Seite weiterhin bestehen.

Auf der anderen Seite waren keine realen Vermögenswerte in Form von Anlagekapital in Aktien mehr vorhanden gewesen. Was da zum "Neuen Markt Crash" passiert ist, waren von 2007 bis 2008 die Immobilienpreise in Amerika.

Börsen Krisen wiederholen sich 


Diesmal, also nach 2008, teilt sich das große mehr an geschöpften Geld auf verschiedene Anlageklassen wie beispielsweise: Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Rohstoffe und Immobilien auf.

Trotzdem ist davon auszugehen, dass die expansive, ultralockere Geldpolitik und damit auch die sehr tief gesetzten Leitzinssätze der Notenbanken irgendwann einmal, früher oder später, beendet wird und falls das nicht getan werden sollte, jederzeit, immer noch externe, "Schwarze Schwan Ereignisse" auftreten können. 

Somit sollte unbedingt darauf geachtet werden seine Käufe, welche beispielsweise aus Aktien, Anleihen und Edelmetallen bestehen könnten, unbedingt mit Shorts (also auf fallende Kurse) abzusichern. 

Am günstigsten sind hier ETFs (Exchange Trade Funds), zwischendurch auch immer mal wieder im Gewinn die jeweilige Short-Position realisieren, um dann später wieder, zu höheren Kursen mit einem Short-ETF einsteigen zu können. So und mit unterschiedlichen Wikifolio-Handelsstrategien könnten die Depotpositionen am aller besten und kostengünstigsten abgesichert werden.

Dazu und noch zu vielen weiteren Detailerklärungen, wie Sie beispielsweise den automatischen Devisenhandel und alle möglichen Gefahren kennen lernen können und wie sie diese möglichst schnell ausfindig machen und umgehen, gibt es ein e-Book mit leicht zu verstehenden Bilder Erklärungen im "Amazon e-Book Store".

Einfach nach dem Titel: "Wie Sie richtig mit Aktien, Futures und Differenzkontrakten, Devisen und sonstigen Anlageklassen handeln (können)" suchen. Zur einfacheren Sucheingabe reicht es jedoch auch aus, wenn Sie einfach nur bei "Amazon" nach: "Wie Sie richtig mit Aktien handeln" suchen.

„Sparen“ und „Investieren“ hat viele Gesichter


Streuen Sie Ihr Geld am besten auf (das Geld das Sie nicht zur Immobilienfinanzierung und sonstiger Kosten, wie beispielsweise für die Lebenshaltungskosten und den Urlaub benötigen). 

Sie können jedoch auch kurzfristig investieren um das angelegte Geld, dann für den Urlaub zu verwenden. Auch 10 bis 50 Prozent von dem vorgehaltenen Geld zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten wie beispielsweise Hypotheken- und Konsumentenkredite kann unter Beachtung der unterschiedlich hohen Risiken angelegt werden.

Die beste Zusatzstrategie ist dann jeden Monat (z.B. 50 Euro) etwas zu sparen und wenn 200 bis 400 Euro zusammengespart wurden, in die dann jeweilig am meisten gefallene Geldanlage zu investieren.

Denn die Streuung macht den Unterschied. Aus den oben beschriebenen Gründen; hier unten ein gutes Beispiel das Sie sich noch einmal nach Belieben individuell anpassen können:

Marco Lermer's Strategie


20 bis 30 - Prozent, mein Tipp: 30 - Prozent, bei 20.000 Euro gesamt verfügbaren Anlagekapital: 6.000 Euro

Deutschland-Top30 Index Short, ETF; 20 bis 30 - Prozent, mein Tipp: 20 - Prozent, bei 20.000 Euro gesamt verfügbaren Anlagekapital: 4.000 Euro

3 bis 5 verschiedene Aktien aus dem europäischen und deutschen Aktienmarkt, am aller besten Telekom und Versorger (Energieunternehmen). Auswahl nach langfristigen Chart Kriterien, 10-Jahres Chart und die tiefsten Kurse kaufen von Versorgern und/oder Telekommunikationswerte; 30 bis 50 - Prozent, mein Tipp: 3 verschiedene Aktien, 30 - Prozent, bei 20.000 Euro gesamt verfügbaren Anlagekapital: 6.000 Euro

Automatischer "Expert-Advisor", "Devisen/Forex Hebel Handel", Daily Long/Short Hedge Strategie, mit Höchsthebeln zwischen 11 und 22. Genaue Beschreibung in dem oben genannten Bilder e-Book mit Beträgen zwischen 700 und 2.000 Euro, nicht mehr; 5 bis 10 – Prozent, mein Tipp: 5 - Prozent, bei 20.000 Euro gesamt verfügbaren Anlagekapital: 1.000 Euro

10 bis 25 Prozent in Short ETFs auf Deutsche Staatsanleihen, da diese, langfristig überbewertet sind; mein Tipp: 15 - Prozent, bei 20.000 Euro gesamt verfügbaren Anlagekapital: 3.000 Euro.

Alle Strategien beruhen auch darauf regelmäßig (beispielsweise: monatlich oder halbjährlich) die Hälfte der Gewinne zu realisieren und abzuwarten um wieder möglichst günstig einsteigen zu können. Falls kein günstiger Einstieg gefunden werden kann wurden zumindest nicht alle Anlagegelder komplett realisiert. 

Es muss darauf geachtet werden das die Positionen mit „im gewinnliegenden Kursen“ der unterschiedlichsten Anlageklassen nach der eigenen Meinung, dem Bauchgefühl über eine Über- oder Unterbewertung im 5 und/oder 10-Jahres Chart realisiert werden. Zusätzliche saisonale Handelsmuster und/oder Indikatoren wie beispielsweise: MACD, RSI, ADX, Slow- und Faststochastic sollten auch zur weiteren Beurteilung herangezogen werden. Das ganze sollte zumindest zu einem Viertel oder der Hälfte des komplett angelegten Betrages in der jeweiligen Anlageklasse gemacht werden.

Meine Wikifolio Strategien unter:

Für Kommentare steht euch das Kommentarfeld weiter unten offen. Hinterlasst einfach ein paar Kommentare war ihr gut findet und nach welchen Methoden ihr handelt.
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Kommentare:

  1. Hallo Marco,Thx für deine Insights :-) Hört sich wirklich gut an. Wo liegt deine Verzinsung nach der Methode? G.Zido

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  2. zwischen 5 und 20 Prozent p. A.

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  3. Es kommt darauf an, wie genau es angewendet wird und der erste Satz sollte noch heißen:

    20 bis 30 - Prozent, mein Tipp: 30 - Prozent, bei 20.000 Euro gesamt verfügbaren Anlagekapital: 6.000 Euro => In verschiedene Wikifolio-Zertifikate investieren (nicht alles auf eine Karte setzen) je nach eigener Meinung, dem Bauchgefühl und dem Risikomix folgend:

    1.000 Euro je Wikifolio-Zertifikat, also bei 6.000 EUR =6 verschiedene Zertifikate-Wikifolio-Handelsstrategien

    oder

    2.000 Euro je Wikifolio-Zertifikat, also bei 6.000 EUR =3 verschiedene Zertifikate-Wikifolio-Handelsstrategien.

    Es gibt für höheres Risiko mehr Profit und Gewinne, aber hier muss darauf geachtet werden, auch wenn es zu Beginn funktionieren sollte, umso höher der Leverage (also der Hebel) ist, desto wahrscheinlicher ist es das die Strategie nicht langfristig perfekte und gleichmäßige/nachhaltige Gewinne abwirft. Aber auch bei jeder anderen Anlage(art) - Assetklasse - hat niemand eine Garantie, vieles kommt auf die Leitzinssätze an und wann aufgehört wird Geld zu drucken und virtuell zur Verfügung zu stellen. Also muss jeden Tag oder zumindest jede Woche über seine Anlagen nachgedacht werden, die man für später, die Rente oder auch etwas früher, unbedingt benötigen wird.

    Ich empfehle nur bestimmte Dinge, es können genauso gut auch andere prozentuale Streuungen aufgebaut und konstruiert werden, vor allem ist es gut und wichtig, in meine Ideen noch eigene Ideen hineinfließen zu lassen.

    Nehmen Sie sich am besten noch mehr (andere Anlagegüter) dazu:

    Beispielsweise:
    - Unternehmensanleihen (einzeln, selbst ausgewählt oder in einem Fonds)
    - Staatsanleihen (hier vor allem Entwicklungsländer und Länder die nachhaltig/langfristig/und umweltschonend handeln und denken), hier auch wieder entweder selbst einzeln ausgewählt oder im Fonds, hier ist zu beachten, das man an die interessantesten Staatsanleihen meist überhaupt nicht rann kommt, geht also dann nur über einen Staatsanleihenfonds oder evtl. aber auch bald schon über ETFs => ??

    - und weitere andere Anlagen:
    wie physisches Gold und Silber in Münzen (also kleinen Stückelungen, für die extremen Notfälle -hier aber 1. nicht zu viel und immer unten nachkaufen); einen Schrebergarten (am besten in See-/Flussnähe, z. B. Ammersee, Starnbergersee oder Tegernsee etc.); eine Wohnung und/oder Haus in der Stadt oder am aller besten in der Stadtnähe (30 bis 50 km) => evtl. auch je nach Typenfrage: 51 bis 100 km von der jeweiligen (nächsten) Großstadt entfernt.

    Bei Interesse können Sie mir gerne schreiben, lassen Sie es mich dann bitte einfach wissen, hier in den Kommentaren.

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